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Keine Rekordjagd mehr

Herbert Vogel

Ahlen / Lübbecke - Den Rekord aus der Saison 2004/05, als man mit 68:0 Punkten durch die Zweite Liga marschierte und ungeschlagen aufstieg, kann der TuS N-Lübbecke zwar nicht mehr einstellen. Doch auch in der laufenden Spielzeit legten die Ostwestfalen bisher eine beeindruckende Bilanz vor. Mit 44:2 Zählern und einem überragenden Torverhältnis (plus 169) führen die Ostwestfalen das Feld in der Zweiten Bundesliga Nord an und sind nach den Patzern der Konkurrenz am vergangenen Wochenende fast schon „durch“, beträgt doch der Vorsprung auf Verfolger ASV Hamm mittlerweile acht Punkte.

Der Erstliga-Absteiger der vergangenen Saison hat bis auf das Match beim ASV in der Maxipark-Arena all seine Meisterschaftsspiele gewonnen und wurde damit seiner Rolle als Aufstiegsfavorit Nummer eins mehr als gerecht. Kein Wunder, denn die Ostwestfalen verfügen über einen erstligareifen Kader. Dazu gehört unter anderem der polnische Vize-Weltmeister Michal Jurecki, der im vergangenen Jahr noch zu Erstligazeiten zu den Nettelstedtern kam und im Sommer für sein Heimatland auch an den Olympischen Spielen in Peking teilnahm. Gemeinsam mit dem 75-fachen polnischen Nationalspieler Artur Siodmiak bildet Jurecki nicht nur in der Nationalmannschaft, sondern auch beim TuS das Herz der 6:0-Abwehr, die als Prunkstück der Ostwestfalen gilt. Nur 23 Gegentore kassierten Jurecki und Co. bislang durchschnittlich pro Spiel, nicht zuletzt auch ein Verdienst des guten Zusammenspiels mit den beiden starken Torhütern Nikola Blazicko und Björn Buhrmester, so dass der TuS-Defensive ohne Zweifel Erstligatauglichkeit attestiert werden muss. Die bewies das Team auch in der zweiten Runde des DHB-Pokals, als man den haushohen Favoriten TBV Lemgo nach Verlängerung mit 40:39 aus dem Wettbewerb warf.

Gegen die ASG fielen die Ergebnisse bei den bisherigen Aufeinandertreffen jedoch durchweg deutlicher aus. In der Spielzeit 2001/02 kassierten die Rot-Weißen zwei deutliche 26:37- und 13:29-Packungen, und auch zwei Jahre später (2003/04), als Lübbecke unter Trainer Jens Pfänder der legendäre 68:0-Punkte-Durchmarsch glückte, hatte die ASG beim 19:29 und 19:32 nichts zu bestellen.

Wesentlich knapper ging dagegen der Vergleich im DHB-Pokal 2005/06 aus, als sich der Erstligist nur so „gerade eben“ mit 32:31 nach Verlängerung durchsetzen konnten. Im Hinspiel im Oktober gab es einen 27:23-Erfolg für die Gastgeber.

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