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Tierquälerei

Keine Spur von Hardys Peiniger

wn

Münster - Die Suche nach Hardys Peiniger verläuft im Sande. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Münster, Doris Hoffe, glaubt nicht mehr, den Unbekannten noch finden zu können. Der holländische Schäferhund war vor knapp zwei Wochen mit einem angewachsenen Maulkorb in einem münsterischen Tierheim abgegeben worden. Hardy lässt sich seine Freude an den Menschen trotzdem nicht verderben. Nicht vom Hunger und nicht von einem Maulkorb, der in Fleisch hineingewachsen ist. Tortur überstanden Der Hund habe die Tortur „gut überstanden“, berichtet die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Doris Hoffe. Die Wunden des „außerordentlich menschenfreundlichen“ Schäferhundes seien weitestgehend verheilt, der Schorf rund um sein Maul würden langsam verschwinden. Lediglich ein Loch in der Brust des Hundes müsse noch täglich mit Antibiotika behandelt werden. „All das lässt er ganz geduldig über sich ergehen“, sagt sie. „Wir hatten gehofft, wir würden den Halter ausfindig machen“, sagte Hoffe gestern. Aber die bisherigen Hinweise hätten nichts hergegeben. Anrufer hatten das Tier in den unterschiedlichsten Orten des Münsterlands entdeckt. „Das kann nicht sein“, sagte sie. Sie vermutet, dass das Tier aus dem Kreis Steinfurt stammt. Dort sei es am häufigsten gesehen worden. Auch von der Polizei verspricht sie sich wenig Erfolg: „Wo sollen die mit der Suche anfangen?“ Keine Spuren Die bestätigt: "Die Spurenlage tendiert gen Null.‘“ Darum hofft sie auf Zeugen, die den Hund noch erkennen. „Das ist unsere einzige Chance“, sagt ein Polizeisprecher. Für Hardy gibt es inzwischen mehrere kompetente Interessenten. Der Vierbeiner müsse auf jeden Fall bei einem Hundefachmann landen, der wisse, wie viel Arbeit er Hardy investieren muss und der das Tier mental fordert. „Der muss was tun“, sagte Hoffe über den Schäferhund. Nur ein bisschen mit ihm Fahrrad fahren, würde nicht reichen. „Der will beschäftigt sein“, erklärte Hoffe. „Der braucht eine Aufgabe – etwa das Lesen von Fährten.“

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