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Rot Weiss Ahlen

Keine weiteren Ausrutscher

Marco Stiemke

Ahlen - „Wir wissen jetzt, wo wir stehen“, ist eine gängige und allseits beliebte Phrase von Trainern, die sich in der Hinrunde einer Saison nur selten zu den eigenen Saisonzielen äußern. Die einen blicken nach unten, die anderen kämpfen um den Aufstieg und die wenigen Teams im gesicherten Mittelfeld starten bereits die Planungen für die nächste Saison. Uli Laustroer, Trainer der zweiten Mannschaft von Rot-Weiß Ahlen, weiß mittlerweile auch, wo seine junge Truppe steht. Nämlich seit Beginn der Saison in der oberen Tabellenregion, zwischenzeitlich war sie sogar Spitzenreiter der Westfalenliga. Am Sonntag (15 Uhr), wenn der SV Lippstadt 08 auf der heimischen Südenkampfbahn gastiert, wollen die Ahlener zu eben jener Spitzenposition wieder aufschließen.

Der inzwischen Tabellendritte hat seit Ende der Hinrunde nur noch ein Ziel: Aufstieg in die NRW-Liga, um sich künftig gegen die Sportfreunde Siegen, Westfalia Herne oder auch Fortuna Köln messen zu können. Für diese reizvollen Duelle müssen die Spieler von Laustroer aber noch ein wenig zulegen, sind sie doch mittlerweile fünf Zähler hinter Tabellenführer Westfalia Rhynern und dieser hat zudem noch ein Nachholspiel zu bestreiten. Ein Ausrutscher wie bei der 2:3-Niederlage vergangene Woche in Rheine ist in der Aufstiegs-Rechnung nicht mehr drin.

Doch trotz der Niederlage bei Eintracht Rheine war Uli Laustroer voll des Lobes für seine geschlagene Elf: „Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert“, war der Trainer stolz auf das Auftreten der Ahlener, wenngleich ihm das Ergebnis auch die Suppe versalzte. Besonders Michael Krahn fand als Antreiber im Mittelfeld viel Lob von seinem Trainer. Mit der gleichen Einstellung und weniger Unachtsamkeiten sollte auch gegen den Siebten aus Lippstadt ein Sieg möglich sein. Ob es für die Rot-Weißen dabei ein Vor- oder Nachteil ist, dass der Gast vom Waldschlösschen in diesem Jahr noch kein Ligaspiel absolviert hat, wird sich am Sonntag zeigen.

Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsaspiranten zeigt sich die Handschrift von Laustroer in dieser Spielzeit mehr als deutlich. Die bislang gute Saison ist bemerkenswert, weiterhin vom Aufstieg träumen zu dürfen wäre die Zugabe. Aber immerhin weiß man im RW-Lager ja bereits, wo die junge Truppe steht und auch hingehört - nämlich nach oben.

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