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Kicken für Europa

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Wenn Marco zu seinem Fußballtraining fährt, ist er oft weit länger als eine Stunde unterwegs. Mehrmals in der Woche fahren ihn Papa oder Opa hin. Für die deutsch-tschechische Fußballschule nimmt er das gern in Kauf: „Hier spielt man gegen gute Vereine.“ Regelmäßig treffen die jungen Fußballer auf prominente Teams, wie den FC Bayern München oder die Glasgow Rangers.

Mehr als 100 Jungen im Alter zwischen acht und zwölf Jahren trainieren in der deutsch-tschechischen Fußballschule. Mal in Hof oder Rehau im Bundesland Bayern. Mal geht es über die Grenze ins Nachbarland Tschechien nach Franzensbad oder Skalna. Einen festen Ort hat die Schule nämlich nicht.

Auch außerhalb des Fußballfeldes erleben die Jungs etwas Besonderes. Nach dem Training geht es ab unter die Dusche und danach zum Sprachkurs. Zwei Lehrerinnen warten schon darauf, ihnen die Sprache ihres Nachbarlandes beizubringen. Natürlich vor allem „Fußballerlatein“ in der jeweiligen Landessprache. Auch Martin aus dem tschechischen Asch hat ein paar Sätze Deutsch gelernt. Benjamin aus Deutschland findet es toll, dass er sich ein bisschen mit seinen tschechischen Freunden verständigen kann.

Normalerweise sind die Jungs aus Tschechien und Deutschland ein Herz und eine Seele. Doch wenn ihre Nationalteams gegeneinander spielen, dann schlägt ihr deutsches oder ihr tschechisches Herz. Das wird auch heute nicht anders sein, wenn die deutsche Nationalmannschaft gegen Tschechien spielt. (dpa)

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