1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Kinderliedermacher Reinhard Horn begeistert Ibbenbürener Schüler

  6. >

Mit Lokalvideo

Kinderliedermacher Reinhard Horn begeistert Ibbenbürener Schüler

IBBENBÜREN. Die Turnhalle der Michaelschule bebt unter den stampfenden Füßen der gut 250 Kinder. Sie hüpfen, tanzen, lachen und klatschen in die Hände. Vor ihnen steht ein Mann im knallroten Hemd. Er unterhält die Kinderschar schon seit einer Stunde, ohne dass die irgendwelche Anzeichen von Langeweile zeigt. Wie er das macht? Reinhard Horn, so heißt der Mann, hat eine ganz...

wn

Ibbenbüren. Die Turnhalle der Michaelschule bebt unter den stampfenden Füßen der gut 250 Kinder. Sie hüpfen, tanzen, lachen und klatschen in die Hände. Vor ihnen steht ein Mann im knallroten Hemd. Er unterhält die Kinderschar schon seit einer Stunde, ohne dass die irgendwelche Anzeichen von Langeweile zeigt. Wie er das macht? Reinhard Horn, so heißt der Mann, hat eine ganz spezielle musikalische Sprache entwickelt, in der er zu den Kindern spricht. Der Lippstädter ist seit 1996 Kinderliedermacher, nach eigenen Angaben auf seiner Homepage sogar einer der bekanntesten und beliebtesten in ganz Deutschland. Für seine Arbeit wurde der „Kinderversteher“, sein bisher größtes Kompliment eines achtjährigen Jungens, schon mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem ist er zweifacher „Comenius“- und „Unesco“-Preisträger. Auf seinen Touren mit rund 150 Konzerten pro Jahr, die ihn auch ins Ausland führen, machte er gestern in der Bockradener Michaelschule Halt. In zwei Aufführungen am Vormittag begeisterte er insgesamt 500 Kinder, darunter die Michaelschüler, Kinder aus den benachbarten Kindergärten und eine Lerngruppe der Janusz-Korczak-Schule. Ein organisatorischer Zufall ermöglichte es, dass der Lippstädter sich nach seinen Aufführungen in einem Seminar den Erwachsenen widmen konnte. Dazu geladen waren Religionslehrer, Erzieher und Mitarbeiter aus dem kirchlichen Dienst. Warum die Michaelschule den Kinderliedermacher einlud, verrät Beate Pohl: „Uns ist die musikalische und kulturelle Bildung der Kinder wichtig. Wir beabsichtigen, die Lieder von Reinhard Horn auch anschließend im Musikunterricht immer wieder zu singen“, erklärt die Schulleiterin. „Dadurch möchten wir die Begeisterung für Musik und Bewegung ausbauen. Und das klappt, wie man sieht, hervorragend“, sagt sie und deutet auf die tanzenden Kinder. „Nashorn, Elefant und Krokodil“ – so heißt das lustige Lied, bei dem die Kinder gerade die exotischen Tiere nachäffen. Bei „Hey du“, einem eher nachdenklichen Lied, richten die Kinder einen Appell an ihre Eltern, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. „Diese Mischung aus lustigen und nachdenklichen Liedern ist das Markenzeichen meiner Musik“, sagt Reinhard Horn. Er ist ein Mann, der behauptet, im Herzen stets ein Kind geblieben zu sein. Nach einer Stunde voll musikalischer Bewegung verabschiedet er sich mit einer Zugabe. Die Autogrammkarten hat er leider vergessen. „Ich schicke sie nach“, verspricht er. Die Kinder sehen es ihm nach. Schließlich bleibt er ihnen auch ohne Karte bestimmt noch lange in Erinnerung.

Startseite