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Kirchenchor Dingden steht bereits das nächste Ereignis bevor

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Dingden. Der Kirchenchor Dingden feiert am Sonntag den Abschluss seines Jubiläumsjahres mit der Verleihung der Palestrina-Medaille. Und schon steht das nächste Ereignis bevor. Am 3. März will die Sängerschar wieder zu den Wurzeln zurückkehren und auch ein weltliches Konzert geben. Am Samstag, 3. März, singt der Chor mit den Egerländer Musikanten, verriet gestern Dirigent Sven Joosten.

2012 sollte ruhiger werden

Eigentlich wollte er das Jahr 2012 „etwas ruhiger angehen“. Schließlich hatte man 2010 mit einem Projektchor das Kirchweihfest und 2011 das eigene 140-jährige Bestehen gefeiert. Nach der Verleihung der Palestrina-Medaille soll es aber direkt weiter gehen. Von 1920 bis 1999 hat der Kirchenchor immer auch weltliche Konzerte gegeben. Das soll nun mit den Egerländern im Saal Hoffmann wieder aufleben.

Vorher aber gibt es für die 42 Aktiven noch „die höchste Auszeichnung, die Kirchenchöre vom Cäcilienverband Deutschland erhalten können“, berichtet Joosten. Die Palestrina-Medaille wird nur an Vereinigungen verleihen, die auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken und auch regelmäßig die Liturgie mitgestaltet haben. Die Chöre sollen dabei die Literatur „von der Gregorianik bis zum modernen geistlichen Lied“ beherrschen. Dabei ist gerade die Musik der Renaissance „schön, aber auch schwer“ zu singen, meint Joosten.

„Retter der Kirchenmusik“

Namensgeber ist der Komponist Giovanni Perluigi da Palestrina, der im 16. Jahrhundert Werke mit mehrstimmigen Gesang und verständlichen Texten umsetzte. Das machte ihn damals zum „Retter der Kirchenmusik“, denn seither wurden die Chöre in den Verlauf der Messe einbezogen.

Heute könnten die Chöre auch einen Retter gebrauchen. „Wir liegen voll im Trend“, sagt Joosten mit Blick auf die Alterstruktur vieler Chöre. „Unsere jüngeren Leute sind die Generation 50 plus“, stellt er fest. Und „den großen Ansturm“ an Sängern erwartet er auch nicht mehr. Vielleicht sei sogar der Name Kirchenchor „im Weg“, weil er nicht modern genug klingt, überlegt er. Viele scheuen seiner Meinung nach aber vor allem das ständige Engagement für einen Verein.

In der Vergangenheit gab es immer nur vereinzelt Interessierte, die sich dem Chor anschlossen. Vielleicht ändert sich das aber nach dem weltlichen Konzert im März, wenn der Chor seine andere Seite zeigt.

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