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Nabu-Serie

Kirschblüten stehen für Reinheit

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Der Kirschbaum gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Blüten bestehen wie bei allen wilden Rosengewächsen aus fünf Blättern. Wie alle sommergrünen Laubbäume überwintert die Kirsche weder mit Blättern noch mit Blüten, beides ist aber bereits in Form der Knospen angelegt – und wartet so geschützt auf die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings. Wer ganz genau hinsieht, erkennt die Knospen an den kahlen Ästen der Bäume. Im Frühjahr sprießen zuerst die Blüten, bevor der Baum die Blätter ausbildet.

Es ist ein alter Brauch, am 4. Dezember, dem Namenstag der Barbara, einen kleinen Zweig eines Kirschbaums (oder eines anderen Obstbaums) aus dem eigenen Garten abzuschneiden und in einer Vase in der warmen Wohnung aufzustellen. Schnell öffnen sich dann die Knospen und der Zweig fängt im strahlend reinen Weiß der Kirschblüten zu blühen an – und bringt so ein wenig Leben in die kalte und düstere Jahreszeit. Blüht der Zweig genau an Heiligabend, so wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet.

Auch in anderen Regionen der Welt ist die Kirsche mit Traditionen verknüpft. In Japan gilt die flüchtige Kirschblüte zu Frühlingsbeginn im April als Symbol des vergänglichen menschlichen Lebens und der Reinheit. Das Fest der Kirschblüte ist das wichtigste Volksfest in Japan.

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