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Kirsten ließ die Haare zu Berge stehen

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Gudrun, Kyrill, Emma und jetzt Kirsten: Zumindest die Namen der Sturmtiefs klingen schön. Das gilt aber nicht für ihre Folgen. Ein Sturmtief wie Kirsten, das letztens mit voller Wucht über uns hinwegbrauste, kann schnell große Schäden anrichten. Bäume knicken um, Dächer werden abgedeckt und Fahrzeuge so mühelos umgeweht, als seien sie so leicht wie Matchboxautos.

Noch vor einigen Jahren waren solche Sturmtiefs bei uns sehr selten. Da die Temperaturen jedoch in der ganzen Welt gestiegen sind, hat sich der übliche Weg dieser Stürme verlagert. Seine erweiterte Route streift immer häufiger auch Deutschland. Mit diesen starken Stürmen ist vor allem im Winter zu rechnen.

Wetterforscher können ein Sturmtief präzise vorhersagen. Sie berechnen den Weg und die Stärke der Sturmwinde. Das ist für viele Menschen sehr nützlich. So haben sie Zeit genug, ihre Häuser zu sichern und Gegenstände zu verstauen, die sonst durch die Luft fliegen könnten.

So ein Sturmtief liegt an extremen Temperaturunterschieden. In Grönland beispielsweise werden derzeit bis zu minus 20 Grad Celsius gemessen. Auf dem Atlantik ist es viel wärmer. Wenn solche Luftmassen aufeinandertreffen, setzen sie eine ungeheure Energie frei. Aus dieser Energie ist Kirsten gewachsen und kraftvoll an Land eingetroffen.

Sturmtiefs werden oft auch Orkane genannt. So ganz richtig ist das allerdings nicht. Orkane sind extrem starke Winde mit mehr als 115 Stundenkilometern. Sturmtief Kirsten hat gestern mit solchen Orkanwinden nicht gegeizt. Die Menschen in den höchsten Gebieten des Harzes mussten sich sogar auf Winde mit einer Stärke von 140 Stundenkilometern einstellen.

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