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Film-Specials

Kitschgemälde

Gian-Philip Andreas

Vorsicht, ein Heiligtum: Schon geringfügigste Kritik am „Krieg der Sterne“-Universum führt in der Regel zu massiven Gegenangriffen der sektenartig organisierten „Star Wars“-Anhängerschaft.

Dabei weiß eigentlich jeder, der die „neue Trilogie“ der jetzt schon 30 Jahre alten Jedi-Saga gesehen hat, dass sie schlicht und einfach nichts taugt. Zwar stieg die Qualität in den Episoden II (2002) und III (2005) etwas an, doch der erste Teil sorgte damals für aufrichtiges Entsetzen: Gruselig frisierte Stars (Ewan McGregor, Liam Neeson, Natalie Portman), einer der untalentiertesten Kinderdarsteller der jüngeren Filmgeschichte (Jake Lloyd) und eine farbliche Gestaltung, die den Betrachter vermuten ließ, er sei von Scotty in ein Kitschgemälde vom Vorstadtflohmarkt gebeamt worden, erschwerten den Zugang.

Schon nach diesem ersten neuen Teil war allen nüchternen Betrachtern klar, dass die damals noch geplante dritte „Star Wars“-Trilogie (Episoden VII bis IX) wohl besser ungedreht bleiben würde. George Lucas hatte diesbezüglich inzwischen gnädigerweise ein Einsehen.

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