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Jazzfest Gronau

Klangerlebnisse und Party-Mucke

Martin Borck

Gronau - Mehr Konzertorte und -tage als im vergangenen Jahr, dafür weniger Doppelkonzerte; die „Kneipennacht“ wieder am zweiten Wochenende des Festivals, das jedoch so spät im Jahr wie nie zuvor über die Bühnen geht: Das Jazzfest Gronau beginnt in diesem Jahr erst am 29. April und endet am 8. Mai.

Vielen Jazzfest-Fans dürfte der spätere Termin nicht ungelegen kommen, steigt doch die Chance auf gutes Wetter während der Veranstaltungen unter freiem Himmel. Den echten Puristen ist der Zeitpunkt eh egal - Hauptsache, die Musik stimmt. Und da kann sich das Fest wiederum sehen und hören lassen. Einen Höhepunkt dürfte das Konzert des norwegischen Saxofonisten Jan Garbarek mit dem britischen Hilliard Ensemble werden.

Die Mischung von mittelalterlichen Motetten, modernen Vokalkompositionen einerseits und Saxofon-Improvisationen andererseits erntete höchstes Lob unter Musikkritikern und sorgt für ausverkaufte Säle (in Köln werden z.B. mehrere Zusatzkonzerte organisiert). Am 30. April treten die Künstler in der Ev. Stadtkirche auf. Jazzfest-Macher Otto Lohle erwartet „ein Klangerlebnis von großer Leuchtkraft und purer Schönheit“.

Weltberühmt wie Garbarek und das Hilliard Ensemble ist der amerikanische Gitarrist Al di Meola. Er bestreitet mit dem Ensemble „New World Sinfonia“ den Hauptact des Doppelkonzerts am 5. Mai. Ebenfalls als ein „Master of Strings“ gilt der Sänger und Bassist Richard Bona aus Kamerun, der mit seiner Band gastiert.

Am Tag davor konzertieren zwei großartige Akteure des europäischen Jazz in der intimen Atmosphäre der Studio-Lounge der „Brücke“: der belgische Gitarrist Philip Catherine und der niederländische Pianist Jasper vant Hof. Beide waren schon beim Jazzfest zu Gast - allerdings noch nie gemeinsam.

Grooviger wird es am 6. Mai mit der Nu-Jazz-Band “Gare du Nord“ im Rockmuseum. Nicht nur in den Niederlanden sorgt die Band mit ihrem eleganten Sound für volle Säle...

Zwei junge Soulsängerinnen sollen das Jazzfest besonders für das junge Publikum interessant machen: Stefanie Heinzmann wurde bei der Talentshow von Stefan Raab entdeckt. Ihre vokale Klasse hat die junge Schweizerin mehrfach unter Beweis gestellt. Sie ist der Hauptact des Doppelkonzerts am 7. Mai in der Bürgerhalle. Im Vorprogramm tritt die niederländischem aus Surinam stammende Soulsängerin Sabrina Starke mit Band auf. Mal sehen wer das vokale Kräftemessen für sich entscheidet...

„Wir stellen uns beim Programm wieder sehr breit auf, auch um ein jüngeres Publikum anzusprechen.“

Den Auftakt des Fests bildet ein Konzert des „Bahama Soul Clubs“ mit Pat Appleton am 29. April im Cinetech. Auch dabei wird ein jüngeres Publikum angesprochen, „das beim Musikhören nicht nur still dasitzen möchte“, so Lohle. Im Anschluss an die Live-Musik gibt es eine After-Show-Party mit wild gemixter „Schwarzer Musik“.

Der 1. Mai steht im Zeichen von „Jazz & Dine“. In vier Restaurants gibt es gepflegte Live-Jazzmusik zu exzellentem Essen.

Den Abschluss des Jazzfestes bildet der Frühschoppen am 8. Mai. Im Vorprogramm spielen „Captain Jazz“ Theo Eimann und Specials Guests, anschließend gestaltet die Dutch Swing Collage Band das Hauptkonzert.

Die Kneipennacht findet am 6. Mai statt. 19 Bands treten in verschiedenen Gaststätten der Innenstadt und unter freiem Himmel auf. Von traditionellem Jazz über Blues bis zum Balkan Brass Sound ist wiederum alles vertreten.

„Jazz in der City“ gibt es umsonst und draußen tagsüber am 7. und 8. Mai.

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