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Politik Inland

Klassenunterschied

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Die Genossen sitzen in den Startlöchern. Am Wochenende ist offizieller Wahlkampfauftakt der SPD. Doch die Ausgangsposition für die Bundestagswahl im September sieht übel aus: Spitzenkandidat Steinmeier steckt tief im Umfrage-Loch. 22:51 Prozent: Deprimierender könnte der Klassenunterschied zwischen Herausforderer und Kanzlerin Merkel kaum mehr ausfallen.

Merkel pflegt mit Erfolg ihren Amtsbonus. Dazu hat sich die CDU-Vorsitzende nur allzu gern des vorösterlichen Gipfelmarathons auf internationalem Parkett bedient. Im Windschatten eines Siegertyps wie Barack Obama gibt die Bundeskanzlerin allemal ein besseres Bild ab als der Koalitions-Vize im trauten Berlin.

Noch gibt sich das SPD-Führungsduo um Steinmeier und Müntefering gelassen. Beunruhigen sollte die Genossen jedoch, dass ihnen bislang wenig eingefallen ist, um verlorenes Vertrauen bei den Wählern zurückzugewinnen. Genau dies nämlich spiegelt sich in den miserablen Werten für die Partei wider.

Aber auch das sagen die Meinungsforscher: Die Sozialdemokraten haben ein großes Potenzial unter den unentschlossenen Wählern. Die Merkel-Gala ist also kein Selbstläufer für garantierten Erfolg der Union.

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