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Klassisch wie Sherlock: Eine neue Akte der „Mystery Case Files“

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Dass Leute, die sich eine Nintendo DS zulegen, nicht zwangsläufig die großen Zocker sind, haben die Spielemacher längst wahrgenommen. Deswegen sind nicht die Übersetzungen bekannter Spieletitel die Flagschiffe für die kleine Konsolengeneration, sondern die pfiffigen Simulationen oder Alltagsspiele, Coaching-Programme (wie der Nichtraucher-Assistent) oder Gehirnjogging-Games. Irgendwo dazwischen liegt „MillionHeir“, die neue Herausforderung aus der „Mystery Case Files“-Serie (Big Fish Games, um 30 Euro).

Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Detektivs, der auf den Spuren des entführten Millionärs Max Mammon unterwegs ist. Wie schon bei Sherlock Holmes sind es die Kleinigkeiten, die in der Summe zu Teilerkenntnissen führen. Im Wesentlichen schnüffelt man sich durch Räume und Szenerien voller Details und sucht nach vorgegebenen Gegenständen. Top ausgenutzt ist dabei die Grafik, zu der die DS fähig ist. Die Suchbilder, die mit dem Touchpen erkundet werden, sind so mehrschichtig, dass manche Suchen wirklich kniffelig sind. Nach und nach erspielt sich der Detektiv Hilfsmittel wie eine Taschenlampe oder Fähigkeiten, so dass die Ermittlungen noch flüssiger von der Hand gehen.

Klingt nicht nach einer packenden Zockerei mit fuchtigen Charakteren? Ist „MillionHeir“ auch nicht. Tempo und Spannung sind nicht wirklich die Stärken des Games, denn die eher lustig aufbereiteten Charaktere versprühen nur in Maßen Mysteriöses. Aber dennoch macht die Stöberei Lust aufs Weitermachen. Zudem ist neben dem Touchpen auch das Mikrofon der DS gefordert – und das führt zu einer lustigen Kontaktaufnahme mit dem Gerät, wenn Szenerien tatsächlich einmal entstaubt werden müssen. Bei bis zu vier Spielern erhöht das den Schmunzelfaktor.

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