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Klebrige Angelegenheit

In einer Bonbon-Fabrik werden täglich Tausende von Drops hergestellt Sie sind meist klein, rund und zuckersüß: Bonbons. Es gibt sie in vielen Sorten. Die Leckereien stecken in Tüten oder Schachteln. Aber wie werden sie hergestellt? In einer Fabrik in...

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Sie sind meist klein, rund und zuckersüß: Bonbons. Es gibt sie in vielen Sorten. Die Leckereien stecken in Tüten oder Schachteln. Aber wie werden sie hergestellt? In einer Fabrik in Oschersleben in Sachsen-Anhalt werden jeden Tag Tausende Bonbons produziert und eingepackt.

Es riecht dort nach Karamell, Himbeeren und Honig. Aus großen, glänzenden Kochtöpfen steigt Dampf auf. In ihnen beginnt die Bonbon-Herstellung. Wasser und eine große Menge Zucker kommen hinein. Alles wird gekocht. Damit die Bonbons gut schmecken, kommen zum Beispiel Himbeer- oder Erdbeersaft dazu. Oder auch Pfefferminze oder Joghurt. Die blubbernde, heiße Masse ist dickflüssig. Ein riesiger Mixer rührt alles um.

Dirk Thielemann ist Bonbonexperte. Er arbeitet in der Fabrik. „Man kann Bonbons auf zwei Arten herstellen“, sagt er. „Man kann sie walzen oder gießen.“ Zum Gießen braucht man Formen. Die Arbeiter gießen die heiße Zucker-Wasser-Masse auf große Bleche mit Vertiefungen. Die kommen in einen riesigen Kühlschrank. Die Bonbons müssen ja fest werden. Erst dann kann man sie lutschen.

Beim Walzen wird die Bonbonmasse aus dem großen Topf zusammengedrückt. Das macht eine Maschine. Ein dicker Strang entsteht. Er ist ungefähr so dick wie ein Arm. „Es sieht wie Knete oder Teig aus“, sagt Thielemann. Dann wird der Strang platt gemacht. „Das ist wie Plätzchenbacken. Man muss den Bonbonteig ausrollen und dann mit Formen ausstechen.“

Aus der Masse werden Himbeeren, Erdbeeren oder Kugeln ausgestochen. Spezielle Formen werden dafür benötigt. Sie werden an einer Walze festgemacht. Diese rollt rasend schnell über den Teig. Aus einem dünnen Rohr purzeln die fertigen Bonbons. Sie dampfen sogar noch. Sie kommen deshalb auch erst mal in den Kühlschrank.

Und wie kommen die Bonbons in die Tüte? In einer Halle liegen große, bunt bedruckte Rollen. Man kann die einzelnen Bonbontüten sogar erkennen. „Die Rollen sind für eine Maschine gedacht“, sagt Thielemann. Sie schneidet die Tüten aus, füllt die Bonbons hinein und verschließt sie rasch. Dann sind die Bonbons fertig für den Verkauf. Und natürlich zum Lutschen.(dpa)

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