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Kleine Atome und riesige Galaxien

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Das Weltall und die Sterne bergen gewaltige Geheimnisse. Und dass, obwohl Forscher seit alter Zeit versuchen, die Rätsel des Himmels zu lösen. Werner Becker ist einer dieser Forscher: Er arbeitet als Astro-Physiker am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Extraterrestrisch bedeutet: außerhalb der Erde. Im Interview erzählt Becker, dass das Licht die Spur zur Lösung vieler Rätsel liefert.

Was machen Sie als Sternforscher ?

Werner Becker: Wir erforschen die Welt vom Kleinsten bis zum Größten. Das Kleinste sind die Atome. Und das Größte sind die Galaxien und Galaxien-Haufen im Weltraum, bizarre Gebilde mit fast unzählig vielen Sternen.

Woher wissen Sie, was im Weltall los ist?

Werner Becker: Wir können nicht zu den Sternen oder zu fremden Galaxien reisen. Die Informationen bekommen wir über das Licht, das von den Sternen und Galaxien ausgesandt wird. Darüber erfahren wir, wie groß oder heiß sie sind und welche Vorgänge sich darauf abspielen.

Sterne erlöschen irgendwann. Sehen dann nicht auch die Sternbilder am Himmel anders aus?

Werner Becker: Die Sternbilder werden sich verändern, weil sich alle Sterne bewegen und nicht nur, weil sie irgendwann mal erlöschen. Die Anordnung der Sterne ist zufällig. In hunderttausend Jahren sieht zum Beispiel der Große Wagen ganz anders aus.

Wie viel wissen wir über das Weltall?

Werner Becker: Das meiste im Universum ist uns nicht bekannt. Der Weltraum gehört zu den großen unerforschten Themen der Menschheit. Vielleicht sind es ja die Kinder von heute, die eines Tages die großen Rätsel lösen.

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