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Filmrezensionen

„Kleine Verbrechen“: Köstliche Komödie

In der Fülle immergleicher Fließbandkomödien fällt das griechische Juwel mit dem hübschen Titel „Kleine Verbrechen“ angenehm aus dem Rahmen und hat alle Chancen, mit purer Lebensfreude und saftigem Detailreichtum als pfiffige Sommerkomödie...

Hans Gerhold

In der Fülle immergleicher Fließbandkomödien fällt das griechische Juwel mit dem hübschen Titel „Kleine Verbrechen“ angenehm aus dem Rahmen und hat alle Chancen, mit purer Lebensfreude und saftigem Detailreichtum als pfiffige Sommerkomödie Dauerbrenner zu werden. Polizist Leonidas, der gern nach Athen versetzt würde, entwickelt auf seiner idyllischen Insel nach dem Fund eines Toten am Fuß einer Klippe die Ambitionen eines Sherlock Holmes.

Die in der Eistruhe verstaute ewig lächelnde Leiche ist der ehemalige Fußballer Zacharias, dessen genaue Todesursache Anlass für mehrere Szenen ist, die den möglichen Hergang rekonstruieren: So stirbt der arme Kicker gleich sieben Mal. Vor allem bringt Zacharias die TV-Moderatorin mit dem klingenden Namen Angeliki Pleiades zurück auf die Insel, wo sie mit Leonidas auf Spurensuche in der Familiengeschichte geht und mehrere kleine auch inselpolitische Geheimnisse lüftet.

In diese Frau, die beim Trinkgelage mit Ouzo und Sirtaki mithält, muss sich Leonidas einfach verlieben. Und wer alles verrät, wird ins Meer geworfen. Auf keinen Fall verpassen, sich einfach über die tollen Running Gags mit Nacktbadern und Ziegenhirten freuen, herzlich lachen, den Rucksack packen und in „Antigones Zimmer mit Aussicht“ gastieren. Famos, auch wenn Griechenland nie Weltmeister wird. -ger-

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