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USC Münster

Kleiner Bruch - schlimme Folgen

Ulrich Schaper

münster - Es war kaum zu übersehen: Da stimmt etwas nicht mit USC-Libera Linda Dörendahl. Das Energiebündel, das sonst mit Enthusiasmus und Spielfreude über das Feld wirbelt, war kaum wieder zu erkennen. Keine Jubelsprünge, ein eher schleichender Abgang vom Feld und ein gehemmtes Annahmespiel, dazu ein schmerzverzerrtes Gesicht: „Nein, so macht es sicher keinen Sinn. So bin ich der Mannschaft keine Hilfe.“ Mit belegter Stimme, selbst etwas ratlos und offenkundig am Boden zerstört sprach die 26-Jährige über ihre Leistung am gestrigen Sonntag. „Ich konnte vier Tage nicht trainieren - allein das schränkt mich ja schon ein.“

Seit Anfang Dezember schon leidet die Libera an einer Verletzung am Fuß. „So wie es aussieht, ist unter dem großen Zeh ein kleiner Knochen gebrochen“, sagt Dörendahl. Nichts helfe, außer Ruhe; zumal die Beschwerden sich verschlimmert hätten.

USC-Trainer Axel Büring brachte die Berlinerin zu Beginn der Partie in der Annahme, wechselte für die Abwehr zunächst konsequent Stefanie Golla ein. Bereits in der Vorwoche im Auswärtsspiel in Sonthofen bekam das USC-Eigengewächs vermehrt Einsatzzeiten. „Natürlich merke ich, dass ich bessere Leistungen bringe, wenn es nicht nur zu Kurzeinsätzen kommt“, sagt Golla.

Die Leistung der Libera wirkte solide - gleichwohl, auch Golla gelang es nicht, dem Angriffsspiel des DSC den Zahn zu ziehen. „Die haben taktisch gut aufgeschlagen. Haben im Angriff immer die Lücke zwischen Ines und mir gesucht oder auf die Linie gespielt.“

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