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Ahlener SG

Konkurrenz zaudert, die ASG siegt

Ahlen. Hallensprecher Sven Sandbothe gab alles dort unten auf dem Parkett, doch die 750 treuen ASG-Anhänger wollten am Samstag nicht so recht: Die von ihm vor Spielbeginn geforderten „A-S-G“-Sprechchöre erreichten ihn eher schwach...

Niklas Groß

Ahlen. Hallensprecher Sven Sandbothe gab alles dort unten auf dem Parkett, doch die 750 treuen ASG-Anhänger wollten am Samstag nicht so recht: Die von ihm vor Spielbeginn geforderten „A-S-G“-Sprechchöre erreichten ihn eher schwach. Da heißt es Üben für die Anhänger. Denn sollte die heimische Sieben in Zukunft ebenso erfolgreich auftreten wie bisher, könnte alsbald auch mal ein „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!“ durch die Friedrich-Ebert-Halle schallen. Schließlich steht die ASG mittlerweile zum dritten Mal in Folge auf dem Platz an der Sonne.

Doch über welche Aussagekraft verfügt dieser derzeit überhaupt? Und mit welcher Spannung darf das mögliche Gipfeltreffen des bisher ebenfalls verlustpunktfreien TuS Nettelstedt-Lübbecke und der ASG erwartet werden? Der Tabellenstand könnte bei einem Blick auf das dankbare Auftaktprogramm der ASG ein wenig trügen.

Andererseits: Die heimische Sieben ließ am vergangenen Samstag jenes Bremervörde letztlich doch ziemlich alt aussehen, das am Spieltag zuvor noch den Vorjahreszweiten Hildesheim ohne Punkte wieder nach Hause geschickt hatte. Die „Hildis“ entpuppen sich derzeit überhaupt als größter Spielverderber aller Möchtegern-Wettkönige, die gehofft hatten, mit der Zwei-Klassen-Gesellschaft Zweite Bundesliga locker und leicht Kohle machen zu können. Denkste! Außer Spesen nichts gewesen – für den Sicherheits-Zocker ebenso wie für die Eintracht, die auch ihr Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten in Rostock verlor. Jüngst keuchte sich auch noch der ASV Hamm in Magdeburg ins Ziel, während Erstligaabsteiger Wilhelmshavener HV schon gegen Bernburg und Altenholz herumkrebste und nur denkbar knapp siegte.

Alles sogenannte Top-Teams, die sich nach eigenem Bekunden erst einmal oben einnisten und dann über die Partien gegen die unmittelbare Konkurrenz ihren endgültigen Standort bestimmen wollten. Dass sie sich aber bereits in den vermeintlichen Schongang-Spielen schwer tun würden, damit hatten sie wohl nicht wirklich gerechnet.

Die ASG dagegen distanzierte ihre Gegner bisher mit neun Toren im Durchschnitt deutlich. „Wir feiern es einfach nur, dass wir derzeit dort oben stehen“, freut sich Björn Wiegers. Die Konkurrenz zaudert, die ASG siegt einfach.

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