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Kopfüber auf Futtersuche

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Ihr rot-braunes Fell tarnt sie perfekt. Flink flitzen sie davon: Wenn du ein Eichhörnchen beobachten möchtest, musst du oft genau hingucken. Im Moment stehen die Chancen allerdings gut. Die Hörnchen bereiten sich auf den Winter vor und sammeln dazu alles, was ihnen schmeckt: Eicheln, Nüsse, Bucheckern und Kastanien zum Beispiel. Die Vorräte verbuddeln sie meist in der Erde und holen sie im Winter wieder hervor. Denn Eichhörnchen machen keinen Winterschlaf. Sie halten Winterruhe und sparen so Energie. Nur an wärmeren Tagen wachen sie auf.

Manchmal vergessen sie ein paar versteckte Nüsse in der Erde. „Daraus wachsen dann ganz viele Nussbäume“, sagt Helga Meissner. Die 48-Jährige arbeitet kümmert sich um kranke Eichhörnchen. Zurzeit turnen vier Eichhörnchen durch das Gehege in ihrem Garten in Holzwickede. Die Tiere mit dem rötlich glänzenden Fell und dem weißen Bauch flitzen über die Baumstämme oder laufen kopfüber die Wände herunter.

Lange bleiben sie nicht mehr hier. Denn nach ihrer Krankheit oder nach dem Sturz aus dem Nest sind sie wieder fit und wollen raus in die Natur. „Am Anfang sind sie etwas unsicher im Wald“, erzählt Helga Meissner über das Aussetzen in der Natur. Deshalb kommen ihre Schlafzimmer – das sind kleine Kisten – mit in den Wald. „Da können sie dann in der ersten Zeit schlafen“, sagt die Eichhörnchen-Schützerin. Später wohnen die Eichhörnchen dann wieder in Kobeln. So heißen die Nester, die sie sich in Astgabeln bauen. „Die sind kugelrund und schön warm“, sagt Meissner.

Die Tiere haben in der Regel nicht nur ein Zuhause, sondern mehrere. „Damit sie ausweichen können, wenn sie von einem Feind bedroht werden“, erklärt Meissner. Zu den natürlichen Feinden gehören zum Beispiel Marder, Katzen oder Greifvögel.

Aber: „Der größte Feind der Eichhörnchen ist der Mensch“, meint Helga Meissner. Acht von zehn Tieren würden nicht älter als ein Jahr, erzählt sie. Autos überrollen die Eichhörnchen, manche ertrinken in Regentonnen. Wenn sie allerdings Glück haben, dann können Eichhörnchen recht lange leben: zehn bis zwölf Jahre. Das ist viel Zeit, um Baumstämme auf und ab zu flitzen. (dpa)

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