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Urteile

Kostenübernahme für besondere Behandlungen

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Berlin/Karlsruhe - Privat Krankenversicherte sollten vor einer Behandlung durch nicht-ärztliche Leistungserbringer in ihrem Vertrag nachlesen, ob die Kosten dafür übernommen werden. Die Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht des Deutschen Anwaltvereins in Berlin weist darauf hin, dass private Krankenversicherungen nur bezahlen müssen, wenn die Leistung in den Versicherungsbedingungen vertraglich vereinbart sind. Sie beruft sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe (Az.: IV ZR 28/08). In dem Fall ließ ein Mann seinen Sohn wegen einer Lese-Rechtschreib-Schwäche durch einen Pädagogen behandeln. Die Tarifbedingungen seiner Versicherung gewährten zwar Versicherungsschutz für logopädische Behandlungen - jedoch nur, wenn diese von Ärzten oder Logopäden ausgeführt werden. Deshalb weigerte sich die Versicherung, die Kosten zu übernehmen - laut dem Urteil zurecht.

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