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Rot Weiss Ahlen

Kraft wird mit entscheiden

Von Franz Prinz Ahlen. Christian Wück bringt es auf den Punkt: „Bei noch drei ausstehenden Spielen und vier Punkten Vorsprung liegt es einzig und allein an uns, diesen großen Schritt in Richtung Zweite Liga zu schaffen...

Franz Prinz

Ahlen. Christian Wück bringt es auf den Punkt: „Bei noch drei ausstehenden Spielen und vier Punkten Vorsprung liegt es einzig und allein an uns, diesen großen Schritt in Richtung Zweite Liga zu schaffen.“ Der Trainer von Regionalliga-Tabellenführer Rot-Weiß Ahlen schaut deshalb vor dem Schlussakkord dieser unglaublichen Saison gar nicht auf die anderen Spiele. „Wir müssen punkten, dann kann uns keiner mehr einholen.“ Wie gefährlich es auch sein kann, in dieser Phase auf vermeintliche Ausrutscher der anderen beteiligten Teams zu hoffen, wurde am Wochenende deutlich. Oberhausen, Düsseldorf und Berlin – alle drei gewannen sie ihre Spiele, wobei den Berlinern sogar noch ein besonderer Kraftakt in Verl gelang, wo sie zweimal in Rückstand gerieten, dennoch am Ende siegten. „Der Wille muss stimmen, und ich bin mir sicher, dass der bei uns da ist“, schwört Grover Gibson, der zweifache Torschütze vom vergangenen Samstag, seine Kollegen insbesondere auf die jetzt anstehende Partie in Wolfsburg ein. „Wir schauen nur auf dieses Spiel und werden alle 100 Prozent geben, denn wir wissen, dass wir uns keine Nachlässigkeiten erlauben dürfen.“

Und es wird schwer genug, diese Partie zu gewinnen, auch wenn die Wolfsburger zuletzt gegen die Mitkonkurrenten Oberhausen (0:4) und Düsseldorf (0:3) klare Niederlagen kassierten. In beiden Spielen haben die Reservisten des Erstligisten lange Zeit gut mitgemischt und sich zum Teil recht unglückliche Treffer eingefangen. Und das es in dieser Liga keine Selbstläufer gibt, haben die Ahlener noch aus der Hinserie in guter Erinnerung, als ihnen nur mit viel Mühe ein schmeichelhaftes 1:1 gelang.

Ein Remis, das damals Kraft kostete, und genau diese wird sicherlich in den nächsten drei Runden den Ausschlag über das Rennen an der Spitze geben. Wie sehr die Ahlener der 2:0-Sieg in Dortmund geschlaucht hatte, war gegen Emden zu sehen. Die Beine wurden immer schwerer. So gesehen also eine mehr als glückliche Fügung, dass Tore und der Platzverweis gegen Emden schon in der Anfangsphase der Partie zu verzeichnen waren. „In der Schlussphase der Meisterschaft zwei schwere Spiele innerhalb von drei Tagen zu bestreiten, geht natürlich auch an die Substanz, deshalb ist es gut, jetzt etwas durchatmen zu können“, war auch Jens Bäumer, gegen Emden einmal mehr Ahlens laufstärkster Spieler im Mittelfeld, froh, „am Ende die Hürde Emden doch so klar genommen zu haben“.

Christian Wück dürfte daher auch die Regeneration in dieser Trainingswoche in den Vordergrund stellen, damit die Mannschaft in Wolfsburg von Beginn an genug Kraft für eines der letzten, dieser so genannten „Schweinespiele“ hat, in dem man sicherlich auch etwas Geduld benötigen wird, um dann die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Bedauerlich nur, dass ausgerechnet in dieser Phase das Team etwas auseinander gerissen wird, denn voraussichtlich fällt die komplette Innenverteidigung aus. Marinko Miletic ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt und Baldo di Gregorio hat sich wohl einen Muskelfaserriss zugezogen und dürfte daher frühestens in Babelsberg wieder dabei sein. So muss auf jeden Fall Ole Kittner ran, dem Christian Wück mit weiser Voraussicht schon Spielminuten in Dortmund und gegen Emden gab. Sein Partner könnte Sven Schaffrath sein, der im Zentralbereich schon einige gute Spiele gezeigt hat. Vielleicht heißt er aber auch Ronald Maul, der sich bis dahin von seiner Rippenprellung erholt haben dürfte und für den die größere Routine spricht. Schaffrath könnte dann über links für zusätzlichen Druck nach vorne sorgen. Am bestens so wie gegen Emden, als sein Flügellauf mit anschließender Flanke das 1:0 durch Grover Gibson einleitete.

Hier noch ein Blick auf das Restprogramm der vier führenden Teams:

RW Ahlen (61 Punkte): VfL Wolfsburg 2 (A), Eintracht Braunschweig (H), SV Babelsberg (A). RW Oberhausen (59): SV Babelsberg (A), RW Erfurt (H), Union Berlin (A). Union Berlin (57): Magdeburg (H), VfB Lübeck (A), RW Oberhausen (H). Fortuna Düsseldorf (57): Eintracht Braunschweig (A), SV Babelsberg (H), RW Erfurt (A).

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