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Rüttgers und die Liberalen

Kräftige Flügelschläge

Drei Monate vor den Landtagswahlen in NRW gerät die Parteienlandschaft mächtig in Bewegung. Um keinen Preis der Welt will Jürgen Rüttgers am 9. Mai zum Bauernopfer der holprig gestarteten schwarz-gelben Koalition im Bund werden. Mit kräftigen Flügelschlägen setzt sich der NRW-Regierungschef vom gefährlichen Abwärtssog der Liberalen ab. Dass die Grünen Rüttgers inzwischen...

wn

Drei Monate vor den Landtagswahlen in NRW gerät die Parteienlandschaft mächtig in Bewegung. Um keinen Preis der Welt will Jürgen Rüttgers am 9. Mai zum Bauernopfer der holprig gestarteten schwarz-gelben Koalition im Bund werden. Mit kräftigen Flügelschlägen setzt sich der NRW-Regierungschef vom gefährlichen Abwärtssog der Liberalen ab. Dass die Grünen Rüttgers inzwischen unverblümt ihre Partnerschaft anbieten, eröffnet dem Ministerpräsidenten neue strategische Perspektiven.

Mit Entsetzen registrieren die Liberalen, wie sich die Öko-Partei derzeit herausputzt. Während die FDP abstürzt, setzen die Grünen zu Höhenflügen an.

Die Achillesferse der Grünen könnte deren ungeklärtes Verhältnis zur Linkspartei sein. Werden bürgerliche Wähler bei der Wahl das Risiko eingehen, am Ende in einer rot-rot-grünen Koalition zu landen?

In den Parteien hat der Rechenschieber das Regiment übernommen. Die CDU befürchtet, dass es mit der FDP nicht mehr reichen könnte. Die Grünen sehen, dass Rot-Grün nicht genügend Rückhalt findet, weil die SPD schwächelt. Die FDP hingegen hat keine Alternative zur CDU. Nach einer Risikoanalyse muss sie ihre Trotzhaltung aufgeben und sich wieder enger mit der CDU abstimmen. Rüttgers will Ministerpräsident in NRW bleiben - notfalls ohne die FDP.

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