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Personalabbau im Münsterland

Krankenhäuser stecken in der Klemme

wn

Münsterland - Einzelne Krankenhäuser im Münsterland versuchen, steigende finanzielle Belastungen durch das Einsparen von Personal aufzufangen. So berichtet der Geschäftsführer Clemens Breulmann der Christophorus-Kliniken mit Standorten in Coesfeld, Dülmen und Nottuln, dass er keine Alternative habe, um die Kosten zu verringern. „Es geht nicht anders“, sagte er gegenüber unserer Zeitung. Kündigungen schloss er aber aus.

Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft NRW würde allein durch die erwarteten Lohnerhöhungen für Ärzte und Pflegekräfte das Gesamtbudget einer Klinik um etwa 2,5 Prozent steigen. Gleichzeitig wüchsen die Einnahmen der Krankenhäuser gerade einmal um 1,5 Prozent. Die Pauschalen, die Krankenkassen zahlen, seien trotz zusätzlich steigender Sachkosten gedeckelt und seit Jahren kaum erhöht worden.

Das Unbehagen über Personalabbau ist bei den Krankenhäusern spürbar. Ein Sprecher der nordrhein-westfälischen Krankenhäuser bezeichnete ihn als den „denkbar schlechtesten Weg“: So würde die Belastung für die Schwestern und Pfleger noch höher, Nachwuchs abgeschreckt, Ärzte wanderten ab, Operationen müssten verschoben werden. „Das ist nicht der Sinn von Krankenhäusern, das kann ja keiner wollen“, meinte er.

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