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Kreis steht im Vergleich zum Land gut da

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-job- KREIS BORKEN. In etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegt sich der Schuldenstand der Städte und Gemeinden im Kreis Borken. Wie das Landesamt IT NRW für den Stichtag 30. September 2011 ausgerechnet hat, hatten der Kreis Borken und seine 17 Städte und Gemeinden bis zu diesem Tag rund 314,322 Millionen Euro Schulden angehäuft, um Investitionen, etwa für Gebäude, Straßen oder sonstige Güter, bezahlen zu können. Das waren 0,3 Prozent mehr als Ende 2010. Damit steht - rein rechnerisch - jeder Bewohner des Kreises mit genau 850,42 Euro wegen Schulden von Kreis und Kommunen in der Kreide. Davon resultieren aber nur 40,97 Euro aus Schulden des Kreises Borken selbst. Der Kreis Borken will, wie Kämmerer Wilfried Kersting unlängst bei der Einbringung des Kreishaushaltes betonte, seinen Schuldenstand im kommenden Jahr auf 13,8 Millionen Euro senken. Zum Vergleich: 2006 waren es noch 19,9 Millionen Euro.

Zu den Schulden für Investitionen kommen in fünf Kommunen (Gescher, Gronau, Rhede, Stadtlohn und Südlohn) noch sogenannte Kassenkredite zur Liquiditätssicherung hinzu, die aufgenommen wurden, damit die Kommunen „flüssig“ bleiben. Bei diesen fünf Kommunen sind das insgesamt rund 21,3 Millionen Euro.

Unterm Strich und im NRW-Vergleich stehen der Kreis Borken und die Kommunen im Kreis ziemlich gut da: Mit 850 Euro Pro-Kopf-Verschuldung bei den Investitions-Krediten liegt die Region deutlich unter dem Landesschnitt von 1258 Euro. Bei den Schulden aus Kassenkrediten liegen sogar Welten zwischen dem Kreis-Durchschnitt von 57,74 Euro und dem Landesschnitt von 1208 Euro pro Kopf. Spitzenreiter ist hier Oberhausen mit 6958 Euro Schulden pro Kopf.

Ganz ohne Schulden standen Ende September in ganz NRW nur eine Handvoll Kommunen - darunter aus dem Kreis Borken die Kommunen Reken und Raesfeld - da. Im kommenden Jahr werden sich zwei weitere Kommunen aus dem westlichen Münsterland, Borken und Velen, dazugesellen. Das hatten die Kämmerer der beiden Kommunen unlängst angekündigt.

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