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Rot Weiss Ahlen

Kriegen Spieler die Kurve?

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Ahlen. Christian Wück will seine Spieler aufrütteln, ihnen deutlich machen, dass sie nur als Mannschaft mit der entsprechenden Portion Teamgeist Erfolg in der Regionalliga Nord haben werden. Deshalb greift der Trainer von Rot-Weiß Ahlen vor dem heutigen Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg (14 Uhr, Wersestadion) auch zu einer besonderen Maßnahme. Getreu dem Motto, was früher gut war, kann auch heute nicht schlecht sein, quartierten sich die Ahlener gestern nach dem Abschlusstraining am Höxberg ein. „Dort werden wir uns noch einmal intensiv mit unserem Gegner beschäftigen, aber auch etwas für den Teamgeist tun“, erläuterte Ahlens Chefcoach auf der gestrigen Abschlusspressekonferenz. Zu Zweitligazeiten bezogen die Ahlener schon oft Quartier in diesem Beckumer Hotel – und meistens stellte sich danach auch der Erfolg auf dem Platz ein. Daran erinnerte sich auch das Präsidium und stimmte dem Vorschlag von Wück zu dieser in der Regionalliga noch nicht praktizierten Maßnahme zu.

Schon im Training hatte der ehemalige Profi Akzente gesetzt, „weil ich erkannt hatte, dass in den Spielen gegen Dresden und Verl einiges nicht so gelaufen ist, wie ich mir dies vorgestellt habe“. Es gab zwar kein verschärftes Training, aber „man konnte schon sehen, dass es anders zuging“. Gezielte Konzentrationsarbeiten für den Abschluss im gegnerischen Strafraum standen hierbei besonders im Fokus.

Zu gerne hätte Christian Wück auch noch an der zuletzt fehlenden Aggressivität gefeilt. Das Risiko war ihm angesichts der nach wie vor langen Verletztenliste jedoch zu groß. So wird Marinko Miletic nun wohl in der gesamte Hinserie ausfallen, da er an der Achillessehne operiert werden muss, Daniel Thioune und Oliver Glöden stehen in der jetzt anstehenden „Englischen Woche“ nicht zur Verfügung und zu allem Unglück hat sich auch noch Deniz Sahin einen Muskelfaserriss zugezogen, als er am vergangenen Wochenende mit der zweiten Mannschaft in Hamm spielte.

„Zu gerne würde ich darüber nachdenken, wer es auf Grund seiner Leistungen nicht verdient hat, im Kader zu stehen, doch die Verletztensituation lässt dies leider nicht zu“, ärgert sich Wück, macht mit dieser Aussage aber gleichzeitig deutlich, dass er gerne Konsequenzen gezogen hätte. Offen ließ er allerdings, ob seine beiden Außen, Martin Stahlberg und Kevin Großkreutz, von Beginn an spielen. Vor allem seinem Youngster hatte Wück einiges zu erzählen. Dessen Aktion, nach der Auswechslung sofort in die Kabine zu stürmen, hatte auch den Ahlener Cheftrainer erzürnt: „Das wird nicht noch einmal passieren und wenn doch, dann ist eine Geldstrafe fällig.“

Trotzdem baut Wück weiterhin auf seinen Stürmer, den er nach wie vor „für einen ganz wichtigen Spieler“ in seinem Team hält. Er müsse halt versuchen, seine Leistungsschwankungen in den Griff zu bekommen. „Mal ganz toll wie in Hamburg, dann wieder ganz schlecht wie in Verl, das geht einfach nicht.“

Worte wurden also in dieser Woche genug gewechselt, jetzt liegt es an der Mannschaft, auf dem Platz Taten sprechen zu lassen. Heute gegen Magdeburg, Mittwoch in Lübeck und am Samstag danach gegen Oberhausen haben die Jungs hierzu Zeit. Mal sehen, wie die Punkteausbeute der Ahlener nach dieser für den weiteren Saisonverlauf sicherlich auch ein wenig vorentscheidenden Woche aussehen wird.

Die voraussichtliche Aufstellung: Lenz – Wiemann, di Gregorio, Kittner, Schaffrath – Busch, Gibson, Bäumer – Stahlberg, Großkreutz, Toborg

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