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Kunst im Hinterhof mit geistlichem Beistand

Gerhard H. Kock

Münster - Münster, deine Innenhöfe - unbekannte Räume. Die Galerie Schemm hat einen zugänglich gemacht und zeigt ihn zur Nacht der Museen und Galerien erstmals der Öffentlichkeit - eine Entdeckung.

Galerist Jörg Schemm hat im November seinen Standort von der Ludgeristraße an die Rothenburg verlegt und expandiert - durch die Wand. Aus dem unzugänglichen Hinterhof ist ein Innenhof mit einem ungewöhnlich urbanem Charme geworden, wo die Galerie jetzt ihren neuen „Skulpturenhof“ eingerichtet hat.

Hinten links lugt die historische Kulisse des Bischöflichen Priesterseminars Borromaeum herein, geradeaus sind die Wipfel alter Bäume zu sehen und rechts ein Teil der modernen Architektur des Regierungspräsidiums. Die Renovierungsarbeiten waren zwar umfangreich, treten aber nicht in der Vordergrund, so dass das Brüche im Mauerwerk sichtbar bleiben.

Hier zeigt Schemm nun Skulpturen. Zum Auftakt ist Martin Mc William zu sehen. Der Keramiker und weltweit agierende Künstler aus Oldenburg nennt seine Objekte „virtual pots“. Doch der Begriff Pott führt in die Irre, denn die Krüge und Schalen können nichts aufnehmen außer Illusionen, sie seien im Alltag benutzbar.

Ferner werden Werke von Werner Heinze vorgestellt. Der Maler aus Bad Zwischenahn arbeitet über „Urbane Räume und Landschaften“, was zum neuen Hinterhof passt. Auch Münster-Impressionen werden gezeigt.

» Die Galerie Schemm, Rothenburg 38, eröffnet ihren neuen Skulpturenpark am Samstag (4. September) um 19 Uhr. Die Künstler werden anwesend sein.

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