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Laufen, gehen, werfen, springen

Jürgen Beckgerd

Die Leichtathletik-Europameisterschaft ist schon in vollem Gange. Bis zum kommenden Sonntag messen sich die Besten des Kontinents in Barcelona. Die Stadt liegt im Norden Spaniens an der Mittelmeerküste. Hier waren schon 1992 die Olympischen Spiele.

Praktisch für die Leichtathleten: Die können nun im schönen Olympiastadion, das 1929 auf dem 173 Meter hohen Berg Montjuic errichtet wurde, um Medaillen kämpfen. Ein neues Stadion musste also gar nicht erst gebaut werden. Von dem alten, hier passen 55 000 Zuschauer hinein, kann man sehr schön auf die unten liegende Stadt sehen. 1,6 Millionen Einwohner sind in Barcelona zu Hause.

Die Leichtathletik umfasst das Laufen, Gehen, Werfen, Springen und den sogenannten Mehrkampf. Beim Mehrkampf müssen die Frauen sieben (deshalb heißt er Siebenkampf) und die Männer zehn (Zehnkampf) Disziplinen bestreiten. Bei den fünf Wettkampfgruppen unterscheidet man insgesamt 23 für Frauen beziehungsweise 24 Disziplinen für Männer. Die Männer haben mit 50 Kilometer Gehen eine Disziplin mehr.

Das hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht. Beim Laufen beispielsweise gibt es allein mit den „Sprints“ über 100 und 200 Meter, den Mittelstrecken über 400, 800 sowie 1500 Meter und den Langstrecken über 5000 und 10 000 Meter sieben unterschiedliche Disziplinen. Hinzu kommen noch die Hürden (100 Meter, 110 Meter, 400 Meter) und Hindernisläufe (3000 Meter). Diese Laufdisziplinen gehören allesamt zum Bereich „Bahnwettkämpfe“ - weil sie eben auf der ovalen Laufbahn im Stadion ausgetragen werden.

In Barcelona ist diese Laufbahn blau eingefärbt, ebenso wie in Berlin. Normalerweise ist der Kunststoffuntergrund immer rot. Der Marathonlauf und die Geher-Wettbewerbe (hier wackeln die Sportlerinnen und Sportler immer so komisch mit dem Po, es sieht aus wie ein Entengang) finden dagegen nicht mehr im Stadion statt, sondern in der Stadt Barcelona.

Da haben auch die Bewohner ihren Spaß. Eintritt muss dann jedenfalls keiner bezahlen.

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