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Läufer halten Münster die Treue

Jürgen Beckgerd

Münster. Langsam, aber sicher zählen die Organisatoren wieder rückwärts: Noch 44 Tage bis zum Startschuss des 7. Volksbank-Münster-Marathons. Routine überlagert zwar ein wenig die Spannung, ob alles klappen wird. Schließlich haben die Organisatoren die zurückliegenden sechs Veranstaltungen souverän über die Bühne gebracht. Einige Unwägbarkeiten sind es dennoch, die den Vorsitzenden vom Marathon Münster e.V., Michael Brinkmann, in den zurückliegenden Tagen skeptisch dreinblicken ließen. Dass sich zurzeit rund 2800 Läufer bereits angemeldet haben und damit die Zahl zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres ein wenig überstiegen wurde, dass der erstmals ausgetragene Kids-Run annähernd ausgebucht ist: Diese Quantitätsmeldungen lassen Brinkmanns leise Zweifel schnell schwinden. Mit 750 Staffeln, schlussendlich erwarteten 3500 Einzelanmeldungen und den Kindern auf den letzten Metern „werden wir annähernd 7000 Menschen bewegen“, schmunzelt Brinkmann zufrieden. Apropos Teilnehmer: Die Anmeldefrist zum preiswerteren 45- statt des 55-Euro-Tarifs für die Läufer endet nicht – wie angekündigt – am heutigen 1. August, sondern wird, mit Rücksicht auf das Wochenende, auf Montag (4. August) verschoben. Wer will, kann das Geschäft bargeldlos abwickeln. Seit Neuestem gibt es auch eine Bank-EC-Card mit Münster-Marathon-Motiv.

An überregionaler Reputation mangele es nicht, freute sich Brinkmann. „In fast allen großen Fachzeitschriften sind wir präsent. Eine Zeitschrift beschreibt sogar den ’magischen Moment‘ des Zieleinlaufs auf dem Prinzipalmarkt in einem Atemzug mit dem an den Landungsbrücken in St. Pauli und dem Brandenburger Tor in Berlin“.

Mittlerweile laufen auch die Anfragen der Elite-Läufer „automatisch“ ein. Münster geizt mit Antrittsgeldern, allerdings sind die Prämien für Sieger und Streckenrekorde „nicht ohne“: 2500 Euro kassiert der bzw. die Erste, 3000 Euro gibt’s für die schnellste Zeit. „Jetzt kommt die Weltelite nach Münster“ titelte die Zeitschrift „Laufreport“ überschwänglich und lenkte den Blick auf den Streckenrekord von Francis Kiprop (Kenia/2:14:17). Läufer aus der Ukraine, Tansania, Kenia und Polen zählen zu den Top-Favoriten. Und die deutschen Spitzenläufer? Wir stehen in Verhandlungen mit nicht für Olympia qualifizierten Athleten“, schilderte Brinkmann.

Einen deutlichen Akzent setzt Münster in weiterer Hinsicht: Als Reaktion auf die zum Teil heftigen Diskussionen über Todesfälle bei Marathonveranstaltungen der vergangenen beiden Jahre ist es gelungen, das 1. Marathon-Medizin-Symposium nach Münster zu holen. Experten aus unterschiedlichen medizinischen Disziplinen werden am 16. August erwartet und das Phänomen Marathon aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Mit-Initiator ist das Zentrum für Sportmedizin, mit deren Ärzten Dr. Gerrit Borgmann und Dr. Ralph Schoemaker der Münster-Marathon.e.V. seit geraumer Zeit zusammenarbeitet.

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