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Leben auf langen Beinen

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Die meisten Fohlen kommen im Frühling zur Welt. Diese Zeit ist für Pferdezüchter aufregend. Vorher gucken sie immer wieder im Stall nach, ob das Kleine schon da ist. Da viele Fohlen nachts geboren werden, übernachten einige sogar im Stall. Es gibt aber auch Kameras, die im Stall angebracht werden. Auf einem Monitor im Haus können die Züchter dann sehen, wann die Geburt beginnt. Außerdem gucken sie nach dem Euter der Stute. Das verändert sich meistens in den Tagen vor der Geburt.

Elf Monate lang wachsen Fohlen im Mutterbauch heran. Bei Menschen dauert es bis zur Geburt neun Monate. Während ein Säugling lange Zeit hilflos ist, entwickeln sich Fohlen schnell. Schon kurz nach der Geburt stehen sie auf. Da sie sehr lange Beine haben, ist das eine wackelige Angelegenheit. Die Beine sind so lang, weil Fohlen in der Wildbahn im Notfall mit ihrer Herde flüchten müssten.

Die ersten Gehversuche der Kleinen sehen lustig aus. Kurz nach der Geburt suchen die Fohlen sofort das Euter ihrer Mutter, aus dem sie Milch trinken. Ganz junge Fohlen bleiben meistens dicht bei ihrer Mutter. Sie müssen noch viel lernen, etwa, ihre Beine zu ordnen. Auf der Weide zupfen sie am Gras. Das ist für sie manchmal schwierig, weil der Hals eher kurz ist - bei den hohen Beinen! Fohlen hopsen gerne herum, schlafen viel und spielen mit ihrer Mutter und mit anderen Fohlen.

Hengstfohlen sind meist wilder als die weiblichen Pferde-Babys. Sie schlagen gerne mit den Vorderbeinen und beißen. Stutfohlen sind sanfter, sagen Fachleute. Oft lebt ein Fohlen ein halbes Jahr lang bei der Mutter. Dann werden die beiden getrennt. Das Fohlen kommt auf eine andere Weide mit gleichaltrigen Spielgefährten. Im Alter von etwa drei Jahren beginnt meist der Ernst des Lebens: Dann wird es eingeritten.

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