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Leck und Döhnert müssen mehr zeigen

Wilfried Sprenger

Münster. Am vergangenen Wochenende war Axel Büring wieder einmal unterwegs. Natürlich in Sachen Volleyball. Diesmal allerdings in ungewohnter Mission. Der USC-Trainer weilte in Halle. Als Co-Sprecher im DLV.TV kommentierte er die Pokalfinals in der Gerry Weber Arena. Vor zwei Jahren stand der 40-Jährige dort noch selbst im Finale. Mit den Unabhängigen verlor er das Endspiel gegen den Schweriner SC 0:3. Aktuell bestieg der VfB Suhl den Thron. „Völlig verdient“, bemerkte Büring am Tag danach. Im Viertelfinale hatten die glücklichen Thüringerinnen den USC aus dem Weg geräumt. 3:0 aus Suhler Sicht endete der Vergleich im Dezember. Viel zu melden hatte Münster in dieser Partie nicht.

Weil es nicht die einzige Begegnung war, in der Münster schwächelte, bringt das Team nun die enttäuschende Saison in den Play-downs zu Ende. Gegner sind Sonthofen, der unterlegene Pokalfinalist NA. Hamburg und der Köpenicker SC. Auch diese drei Mannschaften fielen durch das Meisterrundensieb. Zum Auftakt der Viererrunde genießt der USC heute Abend (20.15 Uhr, Berg Fidel) Heimrecht gegen Schlusslicht Sonthofen. Das Spiel wird live im DLV.TV übertragen – deshalb der ungewöhnlich späte Anpfiff.

Es könnte ein langer Abend am Berg Fidel werden. In der Normalrunde gingen beide Vergleiche über die volle Distanz. Das Hinspiel gewannen die Allgäuerinnen vor eigenem Publikum 3:2; es ist bis heute der einzige Bundesligaerfolg Sonthofens. „Daran soll sich nichts ändern. Natürlich wollen wir die Begegnung gewinnen“, sagt Axel Büring.

Die Aussichten sind gut, zumindest in eigener Halle bot Münster der Konkurrenz zuletzt erfolgreich die Stirn. In diesem Jahr ist das Team am Berg Fidel sogar noch unbesiegt. Erfolge über Sonthofen (3:2), Olympia Berlin (3:0), Bayer Leverkusen (3:0) und den Schweriner SC (3:2) wurden notiert. Es geht ein bisschen bergauf mit dem deutschen Rekordmeister. Zu retten ist die Saison aber nicht mehr.

Büring hat zuletzt wiederholt betont, dass die Play-downs bereits Vorbereitung auf die nächste Serie seien. Für jene Spielerinnen, deren Vertrag Ende Mai ausläuft, sind sie die letzte Chance, sich für Anschlusskontrakte zu empfehlen. Tasia Ryschkowa, Gwendoline Horemans, Kaitlin Leck, Jil Döhnert und Tatjana Zautys stehen somit unter besonderer Beobachtung. Für einen Platz auf dem Feld müssen sie sich zunächst jedoch bewerben. „Ich werde nur die aufstellen, die sich im Training aufdrängen oder zumindest anbieten“, stellte Büring unmissverständlich klar.

Schwierig wird es somit insbesondere für Leck und Döhnert. Über die im Dezember zum USC gestoßene Amerikanerin sagt der Trainer: „Sie hat die Bindung zur Mannschaft noch nicht wirklich gefunden.“ Bürings Urteil über Döhnert: „Sie hat in der Mitte in Andrea Berg, Gwendoline Horemans und Lea Hildebrand starke Konkurrenz. Momentan sind die anderen qualitativ besser als Jil.“

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