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Rot Weiss Ahlen

Lenz nicht in Form

Franz Prinz

Ahlen. Nein, zufrieden könne er nicht sein, trotz seiner beiden Tore. Auch wenn ein Zähler besser sei als keiner, „dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, ärgerte sich der zweifache Torschütze Lars Toborg nach der Punkteteilung mit Hansa Rostock. Nachvollziehbar, denn er und seine Kollegen hatten den 5000 Zuschauern beim 2:2 im Wersestadion eine klasse Partie geboten und „eigentlich hätte der Sieger an diesem Abend nur Rot-Weiß Ahlen heißen dürfen“, war Trainer Christian Wück ebenfalls etwas enttäuscht.

Auch ärgerte sich Wück über die beiden kassierten Treffer, die er seinem Torhüter Manuel Lenz ankreidete und sich nach der Partie nicht ganz sicher war, worauf die Aussetzer seiner Nummer eins zurückzuführen waren. „Vielleicht hatte er doch etwas zu viel Respekt vor den körperbetonten Angriffen der Rostocker, allen voran Gledson, der ja bei Standards immer vorne mit auftauchte“, suchte Wück nach Gründen.

Manuel Lenz hatte schon leichte Schwächen im ersten Spiel gegen Frankfurt gezeigt und dann auch noch seine Patzer in Augsburg, die zur Roten Karte führten. Er muss jetzt beweisen, dass die Entscheidung des Trainers, ihm nach der zweiwöchigen Sperre erneut den Vorzug vor Dirk Langerbein zu geben, richtig war. Schließlich war diese nicht für alle nachvollziehbar. Denn Dirk Langerbein hatte mit seiner sehr guten Leistung in Oberhausen erheblichen Anteil am dortigen 3:1-Erfolg und schon eine Woche vorher gegen München war er guter Rückhalt des Teams.

In Zukunft können die Rot-Weißen übrigens nicht immer dieses Tempo gehen, diese Leidenschaft über 90 Minuten zeigen können. Das kostet zu viel Kraft und hält kein Team über die gesamte Saison hinweg durch. Den Fokus mehr auf Spielübersicht und taktische Disziplin zu richten, wird daher künftig sehr wichtig sein. Dann könnten vielleicht auch Spiele wie das gegen Rostock noch gewonnen werden.

„Mal wieder zu Null spielen“, wünschte sich Christian Wück nach der Partie. Damit dies gelingt, muss er noch einiges ansprechen. Zum Beispiel, dass Marcel Busch oftmals noch zu weit von seinem Gegner steht, Marinko Miletic noch nicht die Konstanz für 90 Minuten hat, insgesamt die defensive Kontrolle noch besser werden muss.

Gelingt dies, können die Ahlener auch in den jetzt anstehenden schweren Spielen gegen Wiesbaden, Nürnberg, Kaiserslautern, Freiburg und Aachen punkten. Zehn Zähler holten sie aus den ersten fünf Spielen. Minimum fünf sollten es aus den nächsten fünf Spielen sein, damit Christian Wücks Rechnung weiter aufgeht. Holt RW im Durchschnitt eineinhalb Zähler pro Spiel und die Ahlener spielen auch in der kommenden Saison in der Zweiten Liga.

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