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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Liebevolle Fleißarbeit als Zeichen für langjährig gepflegte Partnerschaft

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-weß- Steinbeck. „Unser Herz schlägt für Sie“, sagte Reinhold Verneuer, Koordinator zwischen der Diözese Tunduru-Masasi in Tansania und der Steinbecker Pfarrgemeinde St. Philippus und Jacobus, am Samstagabend im Pfarrheim. Der Gruß galt Bischof Castor Paul Msemwa, Oberhirte der Partnerdiözese, der derzeit in der Gemeinde Recke zu Gast ist (wir berichteten).

Nach der gemeinsam mit Bischof Msemwa gefeierten Vorabendmesse hatten sich Mitglieder des Pfarrgemeinderates, des Kirchenvorstands, der Seniorengruppe und der Paramentengruppe zu einem Gedankenaustausch im Pfarrheim getroffen. Verneuer erinnerte die Anwesenden daran, dass es schon eine sehr lange und gut gepflegte Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde und der Diözese gibt. Einer der Höhepunkte war der Aufenthalt von Michael Göcke aus Steinbeck in dem Bistum gewesen.

Die Hilfsbereitschaft der Steinbecker Kirchengemeinde und vieler Freunde wurde am Samstag wieder zum Ausdruck gebracht: Pastor Hartwig Thyl überreichte Bischof Msemwa einen ordentlichen Geldbetrag für den Kindergarten. Die Steinbecker Paramentengruppe, die seit 1952 besteht, hatte in monatelanger Fleißarbeit ein Messgewand nebst der im Kirchenjahr dazu benötigten Stolen in den Grundfarben Rot, Grün und Violett erstellt. Wöchentlich haben sich die fünf Frauen getroffen, um das Priestergewand auf den Tag genau fertig zu bekommen, erzählte Anni Tietmeyer. Alle fünf Frauen hatten sich sehr auf diesen Tag gefreut, an dem sie dem Bischof ihre Jahresarbeit überreichen durften.

Bischof Msemwa bedankte sich ganz herzlich: „Ich bin gerne bereit, diese nette und freundliche Partnerschaft mit eurer Pfarrgemeinde aufrecht zu erhalten und zu vertiefen, so gut ich es kann. Mit der Hilfe aus Recke und Steinbeck konnten wir schon sechs Krankenstationen aufbauen. Aber wir wollen in unserer Heimat versuchen, mit Ihrer Hilfe und Bereitschaft etwas selber aufzubauen, damit wir uns selbst helfen können.“

Für den Bischof war es schon ein anstrengender Tag. Denn nicht nur in Steinbeck, sondern auch auf dem Hof von Josef Kleine-Harmeyer, Harhof, war er am Samstag zu Gast. Dort informierte sich der hohe Gast aus Tansania darüber, was deutsche Landwirte anders als diejenigen in seiner Heimat machen. Von der Tierhaltung bis zur Versorgung konnte er sich dabei einen Überblick über die Arbeitsweisen in der deutschen Landwirtschaft verschaffen.

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