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Liegen, stehen, sitzen

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Wenn du müde bist, gehst du ins Bett. Oder vielleicht kuschelst du dich auch auf dein Lieblingssofa. „Hunde und Katzen haben auch ihre Lieblingsschlafstellen“, erzählt Ingo Nolte. Er ist Direktor der Klinik für Kleintiere in Hannover in Niedersachsen. Bei Hunden ist die Schlafstelle zum Beispiel das Körbchen. Sie dösen oft auch nah beim Menschen. „Hunde fühlen sich beim Rudel am wohlsten“, sagt der Tierarzt.

Katzen wechseln ihren Platz zum Schlummern öfter. Sie mögen es gerne weich und kuschelig. „Katzen schlafen auf dem Sofa oder auf der Sessellehne“, sagt Nolte. Und sie haben gerne einen guten Überblick. Deshalb suchen sie sich ein Plätzchen, das etwas höher liegt. Hunde machen – wie ihre Herrchen – die Augen meist nachts zu. Viele Katzen hingegen werden eher dann munter, wenn es dunkel wird. „Sie können nachts ganz gut sehen“, erklärt Ingo Nolte. Dann gehen sie auf Jagd nach Mäusen.

Katzen und Hunde wie auch Löwen, Tiger und viele andere Tiere legen sich zum Schlafen hin. Es gibt aber auch Tiere, die sich auch im Stehen ausruhen können. Pferde zum Beispiel. Sie wollen bei Gefahr schnell weglaufen können. „Pferde sind Fluchttiere“, erklärt Ingo Nolte. Wenn Pferde richtig tief schlafen wollen, dann legen sie sich aber auch hin und strecken alle Beine von sich.

Rinder können im Stehen und mit offenen Augen dösen. Flamingos können sogar auf nur einem Bein schlafen. Manche Vögel schlummern in Nestern, andere auf Ästen im Sitzen. Ihre Zehen haben einen besonderen Klammermechanismus, damit sie nicht herunterfallen und sich nicht anstrengen müssen.

Auch Fledermäuse haben besondere Krallen mit „Schließ-Automatik“: Sie schlafen nämlich kopfüber. Der Mauersegler kann sogar im Flug schlafen. Und Enten können sich schwimmend ausruhen.

Viele Tiere können übrigens auch träumen, wenn sie schlafen. Wovon sie träumen, weiß man nicht. Und manchmal sind sich die Forscher auch nicht sicher, was im Schlaf in ihnen passiert. Vielleicht träumt eine Katze ja von Mäusen? „Vielleicht auch vom Kater nebenan“, meint Tierarzt Nolte.

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