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Politik Inland

Lingen: CDU-Kandidat verfehlt Sieg

Hans Lok

Lingen - Gleich sechs Kandidaten kämpften in den vergangenen Wochen an der Ems um den Oberbürgermeister-Stuhl im alt-ehrwürdigen Rathaus am Markt. Den hatte der bisherige Amtsinhaber Heiner Pott vor einigen Monaten verlassen, als Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff ihn zum Staatssekretär in Hannover berief. Potts Bürgermeister-Kollege und Parteifreund aus der Nachbargemeinde Geeste, Hans-Josef Leinweber, war von der Lingener CDU zwar aus einer längeren Liste als ihr Kandidat für das Oberbürgermeister-Amt nominiert worden.

Doch am vergangenen Sonntag reichte es für ihn nicht. Bei einer geringen Wahlbeteiligung (45,64 Prozent) gaben nur 39,19 Prozent ihre Stimme dem CDU-Kandidaten. 27,77 Prozent der Wähler stimmten für den parteilosen Oberstudienrat Dieter Krone - der allerdings von der SPD und den Grünen unterstützt worden war. Am 26. September gibt es nun die Stichwahl um den Oberbürgermeister-Posten, den Heiner Pott 2006 noch mit 65 Prozent für die CDU „geholt“ hatte.

Kalkuliert hatte man in Lingen eigentlich damit, dass der FDP-Kandidat Jens Beeck wohl das zweitbeste Ergebnis einfahren würde. Doch mit 23,2 Prozent landete er nur auf dem dritten Platz. 7,2 Prozent gab es aber auch für „Die Bürgernahen“; abgeschlagen landeten Die Linken und ein parteiloser Kandidat.

Streitpunkte in der Kommunalpolitik der „Energie-Stadt“ waren sowohl große Abholzungen im Altenlingener Forst für die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe als auch die Standort-Frage für die geplante „Emsland-Arena“. Das hatte schon zur Gründung von Wählervereinigung und Bürgerinitiativen geführt. Jetzt wartet man nicht nur in Lingen sondern in der ganzen „CDU-Hochburg Emsland“ darauf, wie diese Gruppen sich am 26. September entscheiden.

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