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LIVE-Ticker zum Nachlesen: Wulff nach Zitterpartie neuer Bundespräsident

Berlin - Christian Wulff wird nach stundenlanger Zitterpartie neuer Bundespräsident. Der CDU-Politiker und Kandidat von Union und FDP setzte sich nach Angaben von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) in der Bundesversammlung im dritten Wahlgang gegen den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck durch.

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Wulff erhielt 625 Stimmen, Gauck kam auf 494 Stimmen. 21.32 Uhr: Zum Abschluss der Bundesversammlung wird die Nationalhymne gesungen. 21.31 Uhr: Bundestagspräsident Lammert weist darauf hin, dass das neue Staatsoberhaupt an diesem Freitag in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat vereidigt wird. 21.29 Uhr: Christian Wulff beendet seine kurze Ansprache und erhält stehenden Beifall. 21.27 Uhr: Wulff dankt seinem Amtsvorgänger Horst Köhler. 21.24 Uhr: Christian Wulff wendet sich nun an die Mitglieder der Bundesversammlung und bedankt sich. "All denen, die eine andere Wahlentscheidung getroffen haben, bekunde ich selbstverständlich meinen Respekt." Wulff dankt Joachim Gauck für den "fairen Wettstreit" um das Amt des Bundespräsidenten. 21.22 Uhr: Auf die Frage Lammerts hin sagt Christian Wulff, dass er die Wahl annimmt und sich auf seine Aufgabe freut. 21.21 Uhr: Lammert teilt mit, dass Wulff von seinem Amt als niedersächsischer Ministerpräsident zurückgetreten ist. 21.20 Uhr: Eine große Schar an Gratulanten hat dem künftigen Staatsoberhaupt nun die Hand geschüttelt. 21.16 Uhr: Als einer der ersten gratuliert Joachim Gauck seinem Kontrahenten Wulff. 21.15 Uhr: Auf Christian Wulff entfallen 625 Stimmen. 21.13 Uhr: Für Joachim Gauck haben 494 Mitglieder der Bundesversammlung votiert. 21.12 Uhr: Bundestagspräsident Lammert verkündet das Ergebnis offiziell... 21.00 Uhr: Christian Wulff wird neuer Bundespräsident. Der CDU-Politiker und Kandidat von Union und FDP setzte sich im dritten Wahlgang gegen den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck durch. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Koalitionskreisen. 20.58 Uhr: Die ARD meldet "mit aller Vorsicht", das Wulff mit 625 Stimmen gewählt sei. 20.29 Uhr: Die Stimmabgabe im dritten Wahlgang ist nun abgeschlossen. Die Sitzung wurde zum Auszählen der Stimmen unterbrochen. Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses wird kurz nach 21 Uhr gerechnet. 19.30 Uhr: Bundestagspräsident Lammert gibt bekannt, dass sich die Mitglieder der Bundesversammlung während des nun beginnenden dritten Wahlgangs an der bereitgestellten "Verpflegung" stärken dürfen. Darüber dürfe jedoch niemand die Stimmabgabe versäumen, mahnt Lammert. 19.23 Uhr: Der dritte Wahlgang soll um 19.30 Uhr beginnen. Im Reichstagsgebäude schrillen die Glocken und rufen die Mitglieder der Bundesversammlung wieder in den Plenarsaal. 19.15 Uhr: Gregor Gysi bestätigt in der ARD, dass Luc Jochimsen im dritten Wahlgang nicht mehr antreten wird. Weiter sagt er: "Ich gehe davon aus, dass beide konservativen Kandidaten für uns nicht wählbar sind." 18.58 Uhr: Die ARD-Tagesschau meldet, dass die Kandidatin der Linken, Luc Jochimsen, im dritten Wahlgang nicht mehr antritt. 18.49 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Scheitern von Christian Wulff bei den ersten zwei Anläufen zur Präsidentenwahl eindringlich für den Kandidaten der Koalition geworben. „Lassen Sie uns im dritten Wahlgang ein kraftvolles Symbol abgeben“, sagte die CDU-Chefin nach Angaben von Teilnehmern in der Unionsfraktion. 18.33 Uhr: Der dritte Wahlgang in der Bundesversammlung verschiebt sich um mindestens eine halbe Stunde. Weil die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen noch über das weitere Vorgehen bei den Kandidaten beraten, kommen die Wahlleute erst später als geplant wieder zusammen. 18.19 Uhr: Die stellvertretende Linke-Vorsitzende Sahra Wagenknecht hat sich klar gegen eine Wahl des rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck im dritten Wahlgang ausgesprochen. „Meine Meinung ist, dass Gauck für uns nicht wählbar ist“, sagte Wagenknecht. Diese Haltung sei in den Beratungen vor der Wahl auch in der gesamten Fraktion deutlich geworden. 17.58 Uhr: Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat das Bild der Koalition nach dem Scheitern des schwarz-gelben Kandidaten Christian Wulff auch im zweiten Wahlgang bedauert. „Von der wünschenswerten großen Geschlossenheit der Koalition, die ja auch Symbol sein sollte für einen Neustart (...), kann ich im Moment noch nicht so viel spüren“, sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses. 17:48 Uhr: Und nochmal Christian Lindner: Der FDP-Generalsekretär hat vor einer Überdramatisierung der Bundespräsidentenwahl gewarnt. „In einem Jahr wird niemand mehr von diesem Tag sprechen“, sagte er. Dann werde man einen guten Bundespräsidenten Christian Wulff haben. Als Gründe für das erneute Scheitern Wulffs nannte Lindner die allgemein schwierige Situation der schwarz-gelben Koalition und den respektablen Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck. Lindner sagte, die Koalition sei nicht instabil. Aber es gebe Verunsicherung. 17:42 Uhr: Die Grünen wollen in letzter Minute die Linke zu einem Ja für Joachim Gauck im dritten Wahlgang der Bundesversammlung bewegen. „Wir werden jetzt mit der Linken reden und uns mit ihnen zurückziehen“, sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast. Es gebe noch eine kleine Chance für Gauck im Rennen gegen Christian Wulff. Künast sieht im Erreichen des dritten Wahlgangs schon einen Erfolg: „Das Land hat gewonnen. So spannend war die Wahl noch nie.“ 17:37 Uhr: Der Linken-Politiker Oskar Lafontaine rechnet auch im dritten Durchgang der Bundespräsidentenwahl nicht mit einer Mehrheit für den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck. Selbst wenn die Wahlleute der Linken komplett für Gauck stimmten, würde es nicht reichen, sagte Lafontaine. Gleichzeitig kritisierte er, SPD und Grüne hätten bei der Kandidatenwahl „übertaktiert“. „Strategie erfordert eine gewisse Intelligenz.“ Die Kandidatin der Linken, Luc Jochimsen, kündigte an, dass sich die Wahlleute ihrer Partei jetzt zurückziehen werden, um über das weitere Vorgehen zu beraten. 17:32 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat vor dem entscheidenden dritten Durchgang bei der Wahl des Bundespräsidenten an die Linkspartei appelliert, den Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, mitzutragen. „Jetzt kommt es darauf an: Was wird die Partei Die Linke machen?“, sagte Gabriel im ZDF. „Sie werden entweder Herrn Wulff zu einer Mehrheit verhelfen oder Herrn Gauck.“ 17:29 Uhr: Die Linke lässt eine Entscheidung im dritten Wahlgang bei der Präsidentenwahl für den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck noch offen. „Jetzt werden Vertreter von SPD, Grünen und auch von der Linken miteinander reden müssen“, sagte Linksfraktionsvize Dietmar Bartsch dem Sender Phoenix. „Wenn Luc Jochimsen im dritten Wahlgang antritt, dann werden wir sie auch wählen.“ Wenn nicht, müsse darüber beraten werden. Er hoffe auf eine gemeinsame Entscheidung der Linken. „Das ist für die Linke eine Herausforderung.“ Er sagte auch: „Man kann nicht Schwarz-Gelb stützen.“ 17:23 Uhr: Bisher wurden nur zwei der neun Bundespräsidenten im dritten Wahlgang bestimmt: Gustav Heinemann (1969) und Roman Herzog (1994). Herzog hatte allerdings vier Gegenkandidaten. Aussichtsreichster war sein späterer Nachfolger Johannes Rau (SPD). Die FDP-Kandidatin Hildegard Hamm-Brücher, die dieses Jahr zu den Wahlleuten zählt, verzichtete nach dem zweiten Wahlgang. Nur im ersten Wahlgang traten der frühere DDR-Bürgerrechtler Jens Reich und der Kandidat der rechtsradikalen Republikaner, Hans Hirzel, an. Heinemann schnitt im dritten Wahlgang mit dem bislang schlechtesten Ergebnis von 50,5 Prozent ab. Er bekam 512 Stimmen, sein von der CDU nominierter Gegenkandidat Gerhard Schröder 506. Heinemann hatte auch in den ersten zwei Wahlgängen mehr Stimmen als der frühere Außen- und Verteidigungsminister Schröder, verfehlte jedoch die absolute Mehrheit. 17:17 Uhr: „Ich habe keine Angst vor einem Erdbeben im 3. Wahlgang.“ FDP-Generalsekretär Christian Lindner zur spannenden Bundespräsidentenwahl. 17:12 Uhr: Kurzer Einschub zum weiteren Wahlverfahren: Im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit. Es bleibt nun abzuwarten, ob die LINKEN ihre Kandidatin Jochimsen zurückziehen. 17:07 Uhr: Bundestagspräsident Norbert Lammert trägt das Ergebnis des zweiten Wahlgangs vor. Christian Wulff hat zwar 15 Stimmen mehr bekommen, als im ersten Durchgang, doch es reicht wieder nicht zur absoluten Mehrheit, ein dritter Wahlgang ist nöig! Das Ergebnis: Wulff (615 Stimmen), Gauck (490 Stimmen), Jochimsen (123 Stimmen) und Rennicke (3 Stimmen) 17:06 Uhr: Norbert Lammert betritt den Plenarsaal... 17:05 Uhr: Der zweite Gong ist geschlagen. Die Delegierten füllen den Saal, die Ergebnisverkündung steht kurz bevor. Hartnäckige Gerüchte machen die Runde, dass es einen dritten Wahlgang geben wird... 17:02 Uhr: Update zum Vorschlag der Linken einen neuen Kandidaten aufzustellen: Der Linken-Vorsitzende Klaus Ernst rechnet nicht damit, dass bei der Bundespräsidentenwahl anstelle von Joachim Gauck und Luc Jochimsen noch ein gemeinsamer Oppositionskandidat aufgestellt wird. „Einen dritten Kandidaten - den wirds von uns nicht geben“, sagte Ernst in der ARD. Derartige Spekulationen halte er für Unfug. 17:00 Uhr: Es ist ein langer Wahltag nicht nur für uns, sondern auch für die Delegierten in der Bundesversammlung. Wir haben mal einen Auszug aus der Speisekarte kopiert. So lässt es sich aushalten... Bouletten, Gemüse-Lasagne, Seezunge-Spinathappen oder Geschnetzeltem von Rind und Kalb an Spätzle wurden gereicht. Als Nachspeise standen Klassiker der Massenverköstigung wie Schokoladenmousse oder Rote Grütze auf der Karte. Zu trinken gab es Prosecco, Riesling, Bier und alkoholfreie Getränke. 16:55 Uhr: FDP-Fraktionsvize Jürgen Koppelin macht die Stimmung im schwarz-gelben Regierungsbündnis für das Scheitern von Christian Wulff beim ersten Durchgang der Bundespräsidentenwahl verantwortlich. Es habe innerhalb der Koalition erhebliche Fehler beim Management gegeben, sagte Koppelin im ARD-Fernsehen. Die Entscheidung der Wahlleute, die dem schwarz-gelben Kandidaten Wulff ihre Stimme verweigert hatten, sei ein Signal: „Das Management muss besser werden.“ Im ersten Wahlgang hatten mindestens 44 Vertreter von CDU, CSU und FDP nicht für Wulff gestimmt. 16:45 Uhr: „Dass nicht alle folgen wie die Lemminge, das gefällt mir sehr gut.“ Der Schauspieler und Wahlmann Walter Sittler zu den zahlreichen Abweichlern im schwarz-gelben Lager bei der Bundespräsidentenwahl. 16:31 Uhr: Der zweite Wahldurchgang ist abgeschlossen, die Stimmen werden ausgezählt. Beim ersten Versuch hat die Auszählung rund 40 Minuten gedauert, das Ergebnis sollte also gegen 17:10 Uhr vorliegen. Mit Spannung wird erwartet, ob Christian Wulff im zweiten Anlauf Bundespräsident wird oder nicht. 16:28 Uhr: Nach dem gescheiterten ersten Wahlgang bei der Bundespräsidentenwahl ist die Fraktionssitzung der FDP schon nach vier Minuten zu Ende gegangen. Es gebe keinen Aussprache- und Analysebedarf für die Fehler anderer, sagte FDP-Chef Guido Westerwelle. Er kündigte unter donnerndem Applaus an, dass die FDP auch im zweiten Wahlgang Christian Wulff (CDU) unterstützen werde. 16:22 Uhr: Für viele Nutzer des Internetdienstes Twitter hat sich der Ausgang des ersten Durchgangs bei der Bundespräsidentenwahl als kleines Kommunikationsdesaster erwiesen. Sie waren nämlich schlecht informiert. Zahlreiche Twitterer verkündeten, Christian Wulff (CDU) habe gewonnen - was sich als falsch herausstellte. Andere beriefen sich auf „geheime Infos“ und meldeten, Gauck sei neuer Bundespräsident. Einige wollten im Reichstag Blumensträuße gesehen haben und werteten dies als Zeichen für Wulffs Sieg. 16:11 Uhr: Die Linke hat nach dem Scheitern des Koalitionskandidaten Christian Wulff (CDU) beim ersten Durchgang der Bundespräsidentenwahl einen überraschenden Vorschlag ins Spiel gebracht. „Es besteht die Möglichkeit, im dritten Wahlgang nach einem gemeinsamen Kandidaten zu suchen“, sagte Parteichefin Gesine Lötzsch im Sender Phoenix. „Das muss keiner sein, der bisher vorgeschlagen wurde. Da können auch neue Namen ins Spiel kommen.“ Darüber sollten die anderen Parteien „genau nachdenken“. Lötzsch nannte jedoch keine Namen. Sie erteilte einer Zustimmung der Linken zum rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck erneut eine Absage. „Gauck war ein Signal an die CDU.“ 16:05 Uhr: Für den CDU-Innenexperten Wolfgang Bosbach ist das Scheitern des Koalitionskandidaten Christian Wulff (CDU) im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl keine Katastrophe. „Es wäre schön, wenn es im ersten Wahlgang geklappt hätte“, sagte er. „Aber das ist keine Katastrophe, wenn wir jetzt noch einen Wahlgang brauchen. Entscheidend ist das Ergebnis am Ende des Tages“, sagte Bosbach im ZDF. „Wir gehen mit Optimismus in den zweiten Wahlgang und hoffen, dass es dann klappen wird.“ 15:57 Uhr: Christian Wulff hat aus Sicht von Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) beim ersten Wahlgang in der Bundesversammlung Stimmen aus dem Lager von CDU und CSU verloren. „Wir sind sicher, es gibt bei der FDP eine breite Unterstützung für Christian Wulff“, sagte Bode. Vier Liberale hätten für Gauck gestimmt und sich dazu auch offen erklärt. „Die Abweichler müssen woanders her kommen“, sagte der Wirtschaftsminister. Einen dritten Wahlgang schließt er nicht aus. 15:45 Uhr: Joachim Gauck, zeigt sich nach dem ersten Wahlgang erfreut. „Das erste Gefühl: Demokratie ist lebendig und funktioniert“, sagte er in der ARD. „Es hat mich gefreut.“ 15:35 Uhr: Der Fraktions-Vize der Linken, Dietmar Bartsch, hat das Scheitern des Koalitionskandidaten Christian Wulff (CDU) beim ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl als „heftige Watschen“ für die Koalition bezeichnet. Zugleich sei dies ein grandioser Erfolg für die Linken. „Das ist schon mehr als eine Bundespräsidentenwahl“, sagte Bartsch im ZDF. 15:27 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat nach dem verlorenen ersten Wahlgang für Christian Wulff bei der Bundespräsidentenwahl das eigene schwarz-gelbe Lager zur Geschlossenheit aufgerufen. Man müsse jetzt sehen: „Was rät uns die Verantwortung?“, sagte die CDU-Vorsitzende nach Teilnehmerangaben in einer vor dem zweiten Wahlgang einberufenen Fraktionssitzung der Union. Sie appellierte an die Wahlmänner und -frauen von Union und FDP, den niedersächsischen Ministerpräsidenten und CDU-Vize Wulff im zweiten Wahlgang zum Staatsoberhaupt zu wählen. Sowohl Merkel als auch CSU-Chef Horst Seehofer warnten vor Schuldzuweisungen, hieß es. Auf gegenseitige Vorwürfe müsse verzichtet werden. Vielmehr müsse man mit „Zuversicht und Selbstbewusstsein“ in den zweiten Wahlgang gehen. 15:17 Uhr: Alles wieder auf Anfang: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat den zweiten Wahldurchgang eröffnet. Die Prozedur der Durchführung ist die gleiche wie im ersten Durchgang! 15:13 Uhr: Der erste Wahlgang in der Bundesversammlung hat sich oft als zu hohe Hürde erwiesen. Schon der erste Bundespräsident Theodor Heuss musste 1949 in einen zweiten Wahlgang. Fünf Jahre später hatte er dann bereits im ersten Anlauf Erfolg. Genauso erging es anschließend Heinrich Lübke. 1959 fiel die Entscheidung zu seinen Gunsten im zweiten Wahlgang, fünf Jahre später schon im ersten. Auch Johannes Rau war 1999 auf einen zweiten Wahlgang angewiesen. Noch schlechter erging es Gustav Heinemann (1969) und Roman Herzog (1994). Sie mussten in der Bundesversammlung sogar dreimal antreten, bevor sie gewählt waren. 15:05 Uhr: Die Linke wird ihre Präsidentschaftskandidatin Luc Jochimsen auch im zweiten Wahlgang der Bundesversammlung an den Start schicken. Das beschlossen die 124 Wahlleute der Partei einstimmig, nachdem Jochimsen im ersten Wahlgang 126 Stimmen erhalten hatte - also zwei Stimmen mehr als die Linke Wahlleute hat. Die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch wertete dies als ein „sehr hervorragendes Wahlergebnis“. Es zeige, dass Jochimsen „die wirkliche Alternative“ sei. Das Ergebnis des ersten Wahlgangs wertete sie als schwere Niederlage für die Koalition. „Die schwarz-gelbe Regierung ist deutlich geschwächt.“ 15:00 Uhr: Das Ergebnis des ersten Wahlgangs nochmal in der Übersicht: Abgegebene Stimmen insgesamt: 1242 - Die absolute Mehrheit beträgt somit 623. Die Stimmenverteilung der Kandidaten in der Übersicht: Christian Wulff 600 Stimmen, Joachim Gauck 499 Stimmen, Luc Jochimsen 126 Stimmen, Frank Rennicke 3 Stimmen, 13 Enthaltungen, eine ungültige Stimme. 14:57 Uhr: „Es ist für die, die Christian Wulff nominiert haben, eine Klatsche.“ Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki im ARD-Fernsehen mit Blick auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs. 14:52 Uhr: Die Linke will im zweiten Durchgang zur Wahl des Bundespräsidenten nicht auf den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck umschwenken. „Herr Gauck ist nicht der Kandidat, der die Positionen der Linken auch nur annähernd teilt“, sagte Parteichefin Gesine Lötzsch in der ARD. Alle Belehrungen der SPD, die Linke müsse Gauck nun unterstützen, seien „ein bisschen fehlgeleitet“. 14:45 Uhr: Nochmal Sigmar Gabriel: Der SPD-Vorsitzende spricht nach dem ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl von einem „guten Signal der Bundesversammlung“. Union und FDP könnten stolz sein auf Wahlleute, die ihrem Gewissen folgen, sagte Gabriel. Gleichzeitig appellierte der SPD-Chef an die Linke, ihren Widerstand gegen den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck aufzugeben. Die Partei habe jetzt die „Riesenchance“, ihre DDR-Vergangenheit hinter sich zu lassen. 14:40 Uhr: Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Koalitionskandidat Christian Wulff (CDU) doch noch zum Bundespräsidenten gewählt wird. Bei der FDP habe im ersten Wahlgang niemand außer den angekündigten Abweichlern für den Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, gestimmt, sagte Niebel. Zur Tatsache, dass Wulff im ersten Wahlgang durchfiel, sagte Niebel: „Es war eigentlich relativ klar, dass der eine oder andere noch alte Rechnungen begleichen würde.“ 14:37 Uhr: Andreas Pinkwart (FDP): "Ich bedauere das Ergebnis außerordentlich. Die Koaltion hat soviele Stimmen, dass Christian Wulff im ersten Durchgang hätte gewählt werden können und sollen. Er ist ein sehr guter Kandidat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier taktisch gewählt wird. Es geht um das Oberhaupt unseres Landes, da ist kein Platz für taktische Spiele." 14:30 Uhr: Der Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier (CDU), rechnet nach der Schlappe im ersten Anlauf weiter fest mit der Wahl von Christian Wulff zum künftigen Bundespräsidenten. „Es gibt einen riesengroßen Vorsprung von über 100 Stimmen für Christian Wulff. Deshalb sind wir sehr optimistisch, dass er am Ende des Tages der neue Bundespräsident sein wird“, sagte Altmaier im ZDF. 14:21 Uhr:: SPD-Chef Sigmar Gabriel zeigte sich in einem ersten Statement nach der Wahl zufrieden: "Es war gut, dass einige ihrem Gewissen gefolgt sind. Dies ist ein wichtiges Zeichen für unser Land." 14:19 Uhr:: Bundestagspräsident Lammert unterbricht die Sitzung bis 15:15 Uhr. Dann soll der zweite Wahldurchgang durchgeführt werden. Zur Erinnerung: Auch hier benötigt der Kandidat die absolute Mehrheit zum Sieg! 14:15 Uhr: Bundestagspräsident Norbert Lammert verkündet das Ergebnis. 622 Stimmen hätte Christian Wulff benötigt, um die Wahl im ersten Wahlgang zu gewinnen. Aber der Kandidat des bürgerlichen Lagers bekommt nur 600 Stimmen. Auf Gauck entfallen 499 Stimmen, Jochimsen bekommt 126 Stimmen und der NPD-Kandidat die erwarteten drei Stimmen seiner Parteikollegen. 14:15 Uhr: Kurzes Gespräch zwischen Westerwelle und Gauck, doch auch der SPD-Kandidat sieht nicht wirklich entspannt aus. 14:13 Uhr: Auch die Kandidaten haben sich nun im Saal versammelt. Wulff ist die Anspannung deutlich anzusehen... 14:11 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt Platz, das Durcheinander im Plenum löst sich langsam auf. Aber noch ist Bundestagspräsident Norbert Lammert - der das Ergebnis verkünden wird - nicht zu sehen. 14:08 Uhr: Es wird zum ersten Mal geklingelt - ähnlich wie im Theater - das ist das Zeichen für die Delegierten sich langsam im Plenum zu versammeln. 14:02 Uhr: Aktuelle Information aus Berlin: Um 14:10 Uhr soll das Ergebnis offiziell bekanntgegeben werden. 14:00 Uhr: Es wird noch ausgezählt. Im Plenum werden noch einige letzte Gespräche vor der Vorkündung geführt, das Ergebnis soll nun aber zeitnah bekannt gegeben werden... <3>13:55 Uhr: Ein geheimer Blick auf den Wahlzettel. Wir haben mal bei der Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär, hingeschaut. Sie hat den Zettel auf ihrem Twitter-Account hochgeladen. 13:53 Uhr: Die Spannung steigt - nicht nur in der Bundesversammlung - noch rund sieben Minuten, dann soll das Ergebnis verkündet werden... 13:50 Uhr: Joachim Gauck hält Christian Wulff ebenfalls für das höchste Staatsamt geeignet. Es gehe bei dieser Wahl nicht um eine Entscheidung zwischen „Gut und Böse“, sagte der 70-Jährige. 13:44 Uhr: Die Stimmauszählung läuft, die Sitzung ist daher unterbrochen. Rund 40 Minuten soll die Auszählung dauern, Lammerts Empfehlung an die Delegierten der Bundesversammlung: „Das reicht für einen gemütlichen Spaziergang um den Reichstag – für einen Ausflug zum Wannsee vermutlich nicht." 13:41 Uhr: Claudio Lemme sollte sich aber besser nicht erwischen lassen. Denn in der Bundesversammlung herrscht heute Twitter-Verbot, hat sich offenbar noch nicht bei allen rumgesprochen... <2>13:35 Uhr: Wie aufgeregt und stolz selbst Politiker noch sein können, zeigt der Twitter-Eintrag samt Foto des thüringschen SPD-Politikers Steffen-Claudio Lemme: "Petra Müller (FDP) und ich als Schriftführer bei der Bundespräsidentenwahl an der Urne im Reichstag". 13:25 Uhr: Noch ein kleiner Nachtrag zum Wahlverfahren: Maßgeblich für das Verfahren in den ersten beiden Wahlgängen ist die sogenannte Mitgliedermehrheit, das heißt die absolute Mehrheit aller gesetzlichen Delegierten. Erst danach reicht es aus, wenn ein Kandidat mehr Stimmen als jeder andere erhält (relative Mehrheit). 13:16 Uhr: SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte, er wünsche sich, dass die Mitglieder der Bundesversammlung ihre Entscheidung danach treffen, wer die richtige Person für das Staatsoberhaupt sei. „Ich glaube, dass es Joachim Gauck ist. Und ich hoffe, dass wir eine Mehrheit in der Bundesversammlung davon überzeugen können.“ 13:09 Uhr: Kurze Information aus dem Bundestag: Gegen 14 Uhr wird mit dem Ergebnis des ersten Wahlgangs gerechnet... 13:04 Uhr: Zahlreiche Prominente sind als Wahlmänner aufgestellt, wir haben mal einige von ihnen zusammengestellt: Walter Sittler (Schauspieler), Georg Hettich (Wintersportler), Sönke Wortmann (Regisseur), Thomas Bach (IOC-Präsident), Erwin Staudt (Präsident VfB Stuttgart), Sebastian Krumbiegel (Sänger), Verena Bentele (Behindertensportlerin) und viele andere... 12:58 Uhr: Jürgen Trittin: "Egal wie es heute ausgeht, ich denke: The winner is Gauck. Vielleicht kommen wir ja nicht mit einem Wahlgang aus und dann wird die Temperatur im Plenum sich den Außentemperaturen angleichen." 12:55 Uhr: Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler erwartet einen Sieg von Wulff im ersten Wahldurchgang. Im ZDF-Interview sagte er: "Ich bin guter Dinge, dass wir Wulff im ersten Durchgang werden wählen können." 12:48 Uhr: Luc Jochimsen hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Zehn Prozent der Stimmen möchte die Kandidatin der LINKEN in der Bundesversammlung bekommen. „Wenn ich neben den Delegierten der Linken noch den einen oder die andere überzeugt habe, wäre das ein Erfolg“, sagte Jochimsen. 12:42 Uhr: Im Plenum herrscht reges Treiben. Bei aller Anspannung wird geflachst, diskutiert und telefoniert. Irgendwie muss man sich ja die knapp zwei Stunden bis zur Ergebnisverkündung vertreiben... 12:36 Uhr: Der Reihe nach gehen die Abgeordneten in ihren Kabinen. Rund 100 Minuten, so die Einschätzung der Experten, dauert es bis das Ergebnis des ersten Wahlgangs bekannt wird. 12:33 Uhr: Nacheinander gehen die Mitglieder der Bundesversammlung in die Wahlkabinen und geben ihre Stimmen ab. 12:26 Uhr: Der erste Wahlgang läuft! Die beiden fehlenden Abgeordneten der SPD werden nicht mehr ersetzt. Damit wird der Abstand zwischen den beiden Lagern ein wenig größer. 12:25 Uhr: Die NPD sorgt für einige Verärgerung. Die Rechten beanstanden die Rechtsgültigkeit der Wahl. Der Antrag wird nicht zugelassen. Es gibt Applaus von den 1241 anderen Abgeordneten. 12:22 Uhr: „Niemand von uns steht unter Denkmalschutz. (...) Kritik muss sein.“ Bundestagspräsident Norbert Lammert mit Blick auf den zurückgetretenen Horst Köhler. 12:17 Uhr: Lammert hat seine Rede beendet. Es folgen noch einige Worte zum Verfahrensablauf der Wahl, dann soll der erste Wahlgang starten. 12:15 Uhr: Der Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler hat Deutschland nach den Worten von Bundestagspräsident Norbert Lammert nicht in eine Staatskrise geführt. Die Demokratie und das parlamentarische System hätten sich auch bei unvorhersehbaren Herausforderungen als handlungsfähig erwiesen, sagte der CDU- Politiker. Dies sei eine gute und wichtige Erfahrung. Der Rücktritt Köhlers habe mache Enttäuschung und Turbulenz ausgelöst. Er sei alles andere als ein normaler Vorgang gewesen, sagte Lammert. Eine Staatskrise habe es aber nicht gegeben. „Die (Rücktritts-) Entscheidung und ihre Gründe haben wir zu respektieren, auch wenn viele von uns sie noch immer nicht wirklich verstehen können.“ 12:13 Uhr: Die SPD muss bei der Wahl auf zwei Delegierte verzichten. Die hochschwangere Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler fehlt ebenso wie ihre Genossin Uta Zapf, die sich krankgemeldet hat. 12:09 Uhr: Die drei Kandidaten Wulff, Gauck und Jochimsen wirken mittlerweile doch äußerst angespannt. Nach wie vor gehen poltische Beobachter von einem Wulff-Sieg im ersten Wahlgang aus! 12:07 Uhr: Lammert war selbst kurzzeitig als Kandidat der bürgerlichen Parteien im Gespräch. Die Wahl der Kanzlerin fiel dann aber auf den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff. 12:05 Uhr: Wörtlich sprach Lammert von einem ungewöhnlichen Vorgang, den es "in unserer Demokratie noch nie gegeben" habe". Indirekt übte der Bundestagspräsident Kritik an Köhlers Rücktrittsentschluss. 12:00 Uhr: Es klingelt im Plenum. Bundestagspräsident Norbert Lammert eröffnet pünktlich die 14. Bundesversammlung! In seiner Eröffnungsrede erinnert Lammert an den Rücktritt von Horst Köhler. Dabei hob er hervor, dass die Verfassungsorgane während der Zeit des Übergangs reibungslos funktioniert hätten. 11:58 Uhr: Wer stimmt eigentlich ab? 11:52 Uhr: Noch knapp zehn Minuten, dann wird erste Wahlgang freigegeben. Im Bundestag herrscht noch eine entspannte Atmosphäre. Kanzlerin Angela Merkel flachst mit FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Und auch die Kandidaten sehen einigermaßen entspannt aus. Wulff trägt einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd und gestreifter Krawatte. Auch Gauck trägt einen schwarzen Anzug mit weißem Hemd, allerdings ist seine Krawatte mit einem Orange-Stich deutlich farbenfroher. Die LINKE-Kandidatin Luc Jochimsen hat sich für ein schwarzes Kleid mit auffälliger roter Kette entschieden... 11:50 Uhr: Hessens Ministerpräsident Roland Koch rechnet mit einem klaren Erfolg des Präsidentenkandidaten der Koalition, Christian Wulff (beide CDU). „Ich glaube fest daran, dass er im ersten Wahlgang gewählt wird“, sagte Kochl. Wenn es nicht im ersten Wahlgang klappe, sei dies Demokratie. Entscheidend sei, dass er am Ende gewählt werde. 11:44 Uhr: Die Grünen bitten zum Zählappell! Doch einer fehlt: Hans-Christian Ströbele! Warum? Sein Fahrrad streikt... Das berichtet zumindest Reinhard Bütikofer über seinen Twitter-Account! 11:33 Uhr: Die drei FDP-Dissidenten aus Sachsen wollen bei der Bundesversammlung über alle Wahlgänge hinweg für Joachim Gauck stimmen. „Unsere Wahl ist keine taktische Überlegung. Ich will, dass Gauck Bundespräsident wird“, sagte der sächsische FDP-Chef Holger Zastrow der Nachrichtenagentur dpa vor der Abstimmung in Berlin. „Wir haben alle unsere politischen Wurzeln in der friedlichen Revolution. Das prägt ganz besonders“, begründete er die Entscheidung für den von SPD und Grünen nominierten Gauck. Diese Ansicht werde auch von den beiden anderen sächsischen FDP-Wahlleuten geteilt. 11:23 Uhr: „Das Wahlgeheimnis ist Teil der Wahlfreiheit, dass sollte man nicht durch Geschwätzigkeit einschränken. Und das Recht nehme ich mir. Wir werden einen guten Bundespräsidenten haben, egal wie es ausgeht.“ Thomas Bach, Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees und Wahlmann der FDP am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“, auf die Frage, für wen er bei der Bundespräsidentenwahl stimmen werde. 11:12 Uhr: Bislang trat die Bundesversammlung alle fünf Jahre zusammen. Horst Köhler ist der erste Bundespräsident, der eine vorzeitige Neuwahl für das höchste Staatsamt erforderlich werden ließ. Nach Artikel 54 des Grundgesetzes, der auch die Zusammensetzung der Bundesversammlung regelt, tritt sie „bei vorzeitiger Beendigung spätestens dreißig Tage nach diesem Zeitpunkt zusammen“. Diese Frist wurde jetzt voll ausgeschöpft. Über Köhlers Nachfolger entscheiden 1244 Wahlmänner und Wahlfrauen, weil der Bundestag 622 Mitglieder hat. Schwarz-Gelb kommt auf 644 Sitze - das sind 21 Stimmen mehr als die absolute Mehrheit von 623 Stimmen. Kann ein Kandidat diese im ersten und zweiten Wahlgang nicht erringen, gibt es eine dritte Abstimmung. Hier reicht die einfache Mehrheit. Es gewinnt, wer die meisten Stimmen erhält. Gewählt wird geheim mit verdeckten Stimmzetteln. 11:00 Uhr: Die Bundesversammlung hat nur eine Aufgabe: die Wahl des Bundespräsidenten. Das Gremium besteht aus den Abgeordneten des Bundestages und der gleichen Anzahl von Delegierten, die von den Landtagen gewählt werden. Darunter sind neben Abgeordneten oft auch bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Zu den prominentesten Nicht-Politikern dieser Bundesversammlung gehören die Verlegerin Friede Springer und der Unternehmer Hubert Burda, die fünffache Goldmedaillen-Gewinnerin der Paralympics, die blinde Verena Bentele, Schauspielerin Nina Hoss, Regisseur Sönke Wortmann und IOC- Vizepräsident Thomas Bach. 10:51 Uhr: Ich wähle Gauck deswegen, weil ich ihn gut finde und weil er parteiübergreifend verschiedene Leute vereinen kann. Die Politikverdrossenheit könnte durch einen solchen Mann schon ein bisschen gesenkt werden.“ Sebastian Krumbiegel, Sänger der Popband „Die Prinzen“ und Wahlmann der SPD in der Bundesversammlung, im ZDF-„Morgenmagazin“ 10:42 Uhr: Vor der Wahl sind die Mitglieder der Bundesversammlung zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammengekommen. Auch die Präsidentschaftskandidaten Christian Wulff, Joachim Gauck und Luc Jochimsen kamen in die St.-Hedwigs- Kathedrale in Berlin. 10:31 Uhr: Die Bundesversammlung wählt am Mittag den Bundespräsidenten, doch wie setzt sich die Versammlung eigentlich zusammen? Insgesamt besteht die BV aus 1244 Wahlmännern und -frauen. Hier die genaue Zusammensetzung: CDU/CSU 496 FDP 148 SPD 333 GRÜNE 129 LINKE 124 Freie Wähler (Bayern) 10 NPD 3 SSW 1 10:17 Uhr: Christian Wulff (CDU) hat sich kurz vor der Bundespräsidentenwahl in Berlin optimistisch hinsichtlich seiner Wahlchancen gezeigt: „Ich bin ganz zuversichtlich, dass es gelingen wird, der zehnte Bundespräsident zu werden“, sagte Wulff am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur dpa. „Das ist ein wichtiger Tag, und ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, heute eine faire und eindrucksvolle Wahl in der Bundesversammlung durchzuführen.“

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