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Jahresrückblick Wirtschaft

Löscher räumt bei Siemens auf

Jürgen Stilling

Siemens bekommt zur Jahresmitte einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Ab Juli tritt Peter Löscher (49), zuvor President Global Human Health bei Merck, die Nachfolge von Klaus Kleinfeld an. Jetzt soll der Schmiergeld-Sumpf bei dem Elektro-Konzern trockengelegt werden.

Viele Ex-Manager müssen sich im Laufe des Jahres vor Gericht verantworten. Der Schaden ist enorm: Im Dezember werden fragwürdige Zahlungen in Höhe von 1,3 Milliarden € genannt. Der Schwerpunkt der Vorwürfe bezieht sich zunächst auf die Com-Sparte des Konzerns. Später wird klar, dass auch andere Teile des Unternehmens laut Löscher „offenkundig infiziert“ waren. Gegen 470 Manager gibt es Sanktionen, von 130 trennt sich das Unternehmen.

Doch der neue Chef kümmert sich nicht nur um die Schmiergeldaffäre: Erst lässt er sich vom Aufsichtsrat einen Radikalumbau des Konzerns genehmigen, später kündigt Löscher an, das Traditionsunternehmen auf eine deutlich höhere Rendite trimmen zu wollen.

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