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Filmrezensionen

„Louise Hires a Contract Killer“: Böse

Hans Gerhold

Rabenschwarz geht es in „Louise Hires a Contract Killer“ zu. Eben noch mit neuen Kitteln bedacht, finden die Arbeiterinnen einer Fabrik die Halle leer vor.

Die lächerlich geringe Abfindungssumme wird zusammengeworfen, ein Hitman (Bouli Lanners) soll den Chef erledigen. Der Killer ist ein sanfter Typ, der nicht mal einen Hund erschießen kann und den Auftrag an Todkranke weitergibt, weil die ja sowieso . . .

Die Odyssee von Louise (Yolande Moreau), die Michel begleitet, führt von der Picardie über Brüssel ins Steuerparadies Jersey. Wie es in dieser bitterbösen, bis ins Mark anarchistischen und völlig unkorrekten Komödie zugeht, ist als Attacke auf Turbokapitalismus ein Treffer.

Nach der Behinderten-Farce „Aaltra“ der zweite Streich von Benoit Délepine und Gustave Kervern, die Aki Kaurismäki (der in „Aaltra“ mitwirkte) formal genau studiert haben.

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