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Nabu-Serie

Lustiger Tänzer mit Tiefgang

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Ist das Gewässer groß genug und verfügt darüber hinaus über bewachsene Ufer, so fehlt auch er für gewöhnlich nicht: der Haubentaucher. Man erkennt ihn an seinem prächtigen Federkleid und seiner lustigen schwarzen Federhaube. Außerdem liegt er beim Schwimmen im Gegensatz zum Beispiel zur Stockente tiefer im Wasser.

Am aufregendsten zu beo­bachten ist die Balz, also die Hochzeitsspiele, der Haubentaucher. Sie wird auch „Pinguintanz“ genannt: Vom Grund des Sees holen die Vögel Futter und Nistmaterial und überreichen es einander. Dabei sträuben sie ihre Haubenfedern. Außerdem richten sie sich auf dem Wasser auf, schütteln die Köpfe und schlagen mit den Füßen auf das Wasser.

Ihr Nest bauen Haubentaucher auf dem Wasser. Es besteht aus schwimmenden Pflanzenteilen und wird in der Ufervegetation versteckt. Sobald die Küken geschlüpft sind, können sie schwimmen, daher nennt man sie Nestflüchter. Zum Schutz vor Feinden, etwa anderen Vögeln oder großen Fischen, werden sie in den ersten Wochen hauptsächlich auf dem Rücken von Vater und Mutter transportiert und sogar beim Tauchen mit unter Wasser genommen.

Haubentaucher schwimmen häufig mitten auf Seen und verschwinden immer wieder zu Tauchgängen unter Wasser. Auf diesen erbeuten sie ihre Nahrung, kleine Fische, aber auch Wasserinsekten und Krebse. Da der Haubentaucher unter Wasser schneller ist als auf dem Wasser, flüchtet er tauchend.

Wassersportler und Angler, die ihn beim Brüten stören, und die Verschmutzung von Gewässern gefährden den Haubentaucher. Der Nabu setzt sich daher für den Schutz von Gewässern und das Einrichten von Ruhezonen für Wasservögel ein.

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