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Lustlos am Start - siegreich im Ziel

Silke Diecksmeier

Vorhelm - Es waren zwei völlig verschiedene Rennen, doch das Ende sah sich sehr ähnlich. Denn im Ziel der zehn Kilometer konnten sowohl Philipp Kaldewei vom LV Oelde als auch Caroline Kemper von der Spielvereinigung Dolberg jubeln. Sie gewannen am Sonntag den Hauptlauf des Vorhelmer Straßenlaufs „Rund um die Wibbeltkapelle“.

Doch während Kemper den Lauf mit persönlicher Eskorte hinter sich brachte, hatte sich Kaldewei schnell einen großzügigen Vorsprung erarbeitet und lief allein einem ungefährdeten Sieg entgegen. Lediglich im Zielsprint versuchten ein paar ehrgeizige Kinder aus dem Publikum mit dem schnellsten Wibbeltläufer Schritt zu halten, mussten aber bereits nach wenigen Metern aufgeben. Denn auch nach zehn Kilometern war der Schritt Kaldeweis länger. Er gewann nach 33:48 Minuten.

Kempers Wettkampf stand dagegen von Anfang an unter keinem guten Stern. „Ich hatte gar keine Lust auf einen schnellen Lauf und wollte lieber eine lange Einheit absolvieren“, berichtete sie bei der Siegerehrung. Doch nicht nur das: Nachdem sie sich dem Mehrheitswillen ihrer Trainingskolleginnen gebeugt hatte, übersah sie im Startgetümmel auch noch einen Pfosten und lief dagegen. Davon ließ sie sich aber nicht beirren, vor allem da ihr alter Bekannter Werner Finnemann sie immer wieder zu einem höheren Tempo ermutigte. So hatte sie nach der Hälfte der Strecke schon ein Loch zwischen sich und ihre Verfolgerinnen gerissen, das sie auf der zweiten Hälfte immer weiter vergrößerte, auch mit Hilfe Finnemanns, der die Dolbergerin bis zum Ziel begleitete. Dies erreichte sie nach 42:24 Minuten. Auch Annika Gravemeier, die zweite heimische Frau im Ziel, genoss eine Eskorte. Die war allerdings vor dem Start verabredet. Ihr Freund Dennis Jörke lieferte der Triathletin Windschatten und zog sie damit zu einer neuen persönlichen Bestzeit. Nach 45:18 Minuten war sie als sechste Frau im Ziel und ärgerte sich noch, da sie wegen Seitenstechens auf dem letzten Kilometer zwei Frauen hat ziehen lassen müssen.

Auch Mirko Schuler, der schnellste Mann im Ahlener Team, zeigte sich nicht vollends zufrieden. „Ich dachte schon, dass ich eine Minute schneller hätte laufen können“, sagte er nach dem Zieleinlauf. Doch er schob die Leistung auf den erhöhten Trainingsumfang. So habe er in der Woche vor dem Wibbeltlauf bereits 80 Kilometer absolviert. Die zehn Kilometer beendete er nach 37:31 Minuten als Sechster.

In der Teamwertung waren die Läufer vom LV Oelde erneut unschlagbar. Neun Athleten platzierten sich unter den Top 20. Damit gewannen sie sowohl den ersten als auch den zweiten Platz in der Mannschaftswertung. Der LG Ahlen blieb in der Besetzung Mirko Schuler, Moses Osheku und Sebastian Schroer zumindest Rang drei.

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