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Martinimarkt

Martinimarkt 2008: Ein glänzendes Spektakel

Dieter Klein

Nottuln - Bodo Stahlke strahlte. Der neue Vorsitzende der Kaufmannschaft hatte sich zum Martinifest trockenes, kaltes Wetter gewünscht – und das hatte er bekommen. Und davon profitierten die Schausteller und die vielen Tausend Besucher, die sich am Wochenende bis spät in den Abend durch das Lichtermeer der Angebote und des Vergnügens drängten. Vieles davon ist bekannt und beliebt: Um den „ollen Schlaun" drängten sich die Stände der Nottulner Vereine, die mit heißem Glühwein und anderen Angeboten mannigfachen Erlös für soziale Zwecke erzielten. Aber auch unterwegs – vom Hanhoff bis zum Pfarrhaus – duftete es aus Pfannen und Fritteusen. Dazwischen reihten sich die Händlerstände mit „Auto-Wunderpolituren“, mit dem „Allesschneider“ für Muttis Küche und Papas Bastelkeller, mit edlem Schmuck (mal ohne, mal mit Blinklicht), mit Strümpfen, Hüten, Spielzeug, Geldbörsen, Krippen, Weihnachtsdeko . . . Ein Schuhputzer hockte vor dem Café Boer und wienerte selbst die ältesten Treter zu neuem Glanz.

Apropos Glanz. Im Zelt der Kaufmannschaft glänzten gleich im Eingang die sprudelnden, magisch beleuchteten Kugel-Springbrunnen. Nebenan die Ecke für PC-Freaks. Hier konnten die Großen staunen, wie ihre Kleinen mit den Techno-Konsolen zauberten.

Heinis Würstchen fanden wie immer reißenden Absatz. Ähnlich wie die Fotos, die ein fleißiges Fotografen-Team der Westfälischen Nachrichten von den Besuchern machte und gleich ausdruckte.

Überhaupt gab es im Ausstellungszelt wieder viel zu bestaunen und zu genießen: Fingernagelkunst, Versicherungstipps, Blickpunkt-Infos oder Sektgenuss waren nur einige der vielen Angebote. Wer nicht den Weg in Martin Sendes fröhliches Partyzelt fand, konnte sich über Energie sparende Zimmeröfen, Dachausbau, Haustüren, Rehabilitationsgeräte und Solartechnik schlau machen. Daneben rechneten Experten neugierigen Dieselfahrern vor, was sie eine Umrüstung auf Autogas kosten würde. Damit hatte Bernd Gehrmann nichts zu tun. Der Nottulner Autohändler liefert bei entsprechender Bonität gleich ein ganzes Elektro-Auto.

Angebote im Metallbau und für eine luxuriöse Innenausstattung durften ebenfalls nicht fehlen. Selbst die vollautomatische Toilette mit Warmwasser-Düsen und Föntrocknung des Allerwertesten fand Bewunderung. Glänzende Aussichten!

Glänzend gelaunt waren übrigens auch die Teilnehmer der offiziellen Martinimarkt-Eröffnung am Samstagnachmittag. Neben den vielen Nottulnern und den Gästen aus Chodziez begrüßte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider auch Gäste aus den Niederlanden, die einer Einladung des Rotary Clubs Coesfeld-Baumberge folgten. „Man sollte vielleicht einmal nachdenken, ob man nicht auch in diese Richtung eine Partnerschaft aufbaut“, warb Schneider für engere deutsch-niederländische Beziehungen.

Schon Tradition haben dagegen die guten Beziehungen zum Schaustellerverband. Dessen Sprecher Philipp Heitmann überreichte eine Spende von 240 Euro, die der Hospizbewegung zugute kommt.

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