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Martinimarkt

Martinimarkt-Eröffnungsabend: RP lobt die Region

Dieter Klein

Nottuln - Obwohl der Saal Denter wegen mehrerer krankheitsbedingter Absagen nicht bis auf den letzten Platz gefüllt war, entwickelte sich die Eröffnungsfeier zum Martinimarkt zu einem Abend der Genüsse. Dem konnte sich auch Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek nicht entziehen, der als Festredner vom Heimatverein eingeladen worden war: „Ich freue mich hier nach Nottuln, mitten ins Zentrum einer der Topregionen des Münsterlandes, dem Kreis Coesfeld, gekommen zu sein.“

Aber nicht nur ihn, den Regierungspräsidenten, sondern eine ganze Reihe prominenter Gäste hieß Heimatvereins-Vorsitzender Harald Czipull mit dem Ruf „N’Aobend tosammen!“ willkommen: Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling, die stellvertretende Landrätin Anne Dabbelt, Bürgermeister Peter Amadeus Schneider, dessen Stellvertreter Heinz Rütering und Sigrid Bürger, Vertreter der Kirchen, Schulen, des Rates, der Vereine, der Banken und der Kaufmannschaft hatten sich zum Eröffnungsabend eingefunden.

Den temperamentvollen Rahmen des Abends gestaltete die Musikschule „Forte-Piano“ von Alexej Makhotin mit den Künstlerinnen Anna Bendler, Vera Hoffmann, Leonie Ueing, Katerina Makhotin und der Bratschen-Virtuosin Rica Schultes.

Nachdem die „Donauwellen“ verklungen waren, nutzte Bürgermeister Schneider die Anwesenheit des Regierungspräsidenten zu einem „Auf und Ab“ an Fragen und Wünschen. Er sprach über die Schwierigkeiten der Haushaltskonsolidierung angesichts der Umlagefinanzierung anderer Gebietskörperschaften, dankte für die konstruktive Begleitung der Bezirksregierung bei den vorhaben „Beisenbusch, dem zentralen Versorgungsbereich Oststraße und dem Fotovoltaikpark“ und warb für die Bürgerstiftung, „deren Gründung jetzt zu 65 Prozent finanziell gesichert ist“.

Dem Festredner Dr. Paziorek fiel es sichtlich leicht, charmant und locker über die wirtschaftspolitischen Herausforderungen des Münsterlandes zu sprechen. „Bei einem sehr hohen Beschäftigungsstand und einer Arbeitslosenquote von nur 3,6 Prozent können wir uns bundesweit sehen lassen.“ Und weiter: „Dank einer gesunden Mischung an Produktionsstätten im mittelständischen Bereich liegen die Wachstumsraten im Münsterland doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt.“ Doch: „Nicht der Markt, sondern die Politik ist für das Gemeinwohl zuständig!“

Paziorek baut auf die „Mittelstands-Orientierung“, auf „ethische Grundsätze in der Wirtschaft, ohne die eine soziale Marktwirtschaft nicht floriert“, und schloss: „Im Münsterland lässt es sich doch gut leben. Laut einer Emnid-Umfrage stehen dazu 71 Prozent. Selbst die lebensfrohen Kölner kommen nur auf 61 Prozent.“

„Gut leben“ hieß es dann auch in Denters Küche. Denn an dem münsterländischen Nationalessen – Rindfleisch in Zwiebelsoße – war nichts mehr zuzusetzen, allenfalls drei Sterne.

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