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Mehr Firmenpleiten im Münsterland

Jürgen Stilling

Münster - Mit Verspätung zeigen sich die Folgen der Wirtschaftskrise nun in der Pleitenstatistik für das Münsterland. Im ersten Halbjahr 2010 sei die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Region um 21,3 Prozent auf 364 geklettert, gab Credit­reform Münster Riegel & Riegel am Freitag bekannt.

Allerdings traf die Pleitewelle vor allem den „kleinen Mittelstand“. Dennoch seien bei etwa jedem fünften münsterländischen Unternehmen (19,7 Prozent), das einen Insolvenzantrag stellte, mehr als zehn Menschen beschäftigt gewesen, betonte Creditreform.

Bricht man die Insolvenzstatistik der ersten sechs Monate des Jahres auf die Münsterland-Kreise herunter, ergibt sich lediglich für den Kreis Steinfurt eine sinkende Pleitenzahl. Hier die genauen Kreisdaten: » Kreis Borken: 107 (erstes Halbjahr 2009: 70)» Kreis Coesfeld: 46 (34) » Kreis Steinfurt: 91 (94)» Kreis Warendorf: 53 (51)» Stadt Münster: 67 (51)

Bei der Differenzierung der Insolvenzen nach Wirtschaftszweigen zeigt sich im Verarbeitenden Gewerbe mit einem Anstieg um 26,5 Prozent die dramatischste Entwicklung. Auch in der regionalen Dienstleistungsbranche wuchs die Zahl der Insolvenzen deutlich - und zwar um 22,2 Prozent.

Ähnliches gilt für die münsterländische Bauwirtschaft: Der Anstieg liegt hier bei rund einem Fünftel. Einen unterdurchschnittlichen Zuwachs von 16,9 Prozent meldete Creditreform für den Handel.

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