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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Meist ging es auf den Berg

Dörenthe. Wenn in Dörenthe der Alarm ging, handelte es sich häufig um Einsätze zu Waldbränden am Dörenther Berg. Dann, so die Chronik, wurde zunächst mit Schaufeln und anderen Geräten das Feuer ausgeschlagen und dann ein Graben um den Brandherd...

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Dörenthe. Wenn in Dörenthe der Alarm ging, handelte es sich häufig um Einsätze zu Waldbränden am Dörenther Berg. Dann, so die Chronik, wurde zunächst mit Schaufeln und anderen Geräten das Feuer ausgeschlagen und dann ein Graben um den Brandherd gezogen. Gleichzeitig füllte die Feuerwehr auf dem Hof Krüer ein Jauchefass mit Wasser, dass dann zum Ablöschen in den Wald gefahren wurde. Besonders häufig seien derlei Brände an den Feiertagen Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und St. Peter und Paul gewesen.

Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg auf den Kanal führten dazu, dass die Feuerwehr 1942 eine neue Kraftspritze beantragte. Die alte Handdruckspritze war 35 Jahre alt.

Die Chronik berichtet von weiteren großen Einsätzen: Am frühen Morgen des 3. Februar 1956 brannte der Bauernhof Wehmeyer ab. Nachbarn und Familie hatten zwar das Großvieh in Sicherheit gebracht. Etwa 50 Schweine, der Jagdhund, die Hühner und zwei Kälber konnten aber nicht gerettet werden. Am Tag des Brandes war es sehr kalt. Um überhaupt Löschwasser zu entnehmen, musste zunächst die Eisdecke eines Baches zerschlagen werden. Wasser kam auch in einem Tankwagen. Als die Pumpen abgestellt waren, gefroren die Schläuche sofort.

Als Ende April 1971 im Brook Stallungen brannten, kam eine Gruppe der Feuerwehr just von einer Besichtigung der Nato-Basis in Dreierwalde zurück und sah bei der Fahrt über den Dörenther Berg die lodernden Flammen. Sie machten sich sofort an die Löscharbeiten.

Es gab immer wieder große Einsätze für die Wehr: 1982 und 1989 brannte es auf dem Bauernhof Kuper, die Sachschäden waren jeweils enorm. Auch war der Löschzug immer wieder mit weiteren Löschzügen an Großeinsätzen in der Stadt und dem Kreis beteiligt. Acht Dörenther Wehrleute halfen zudem beim Elbehochwasser im August 2002.

Beim Brand der Almhütte im Mai 2003 war die Wasserversorgung zunächst schwierig. Drei Tanklöschwagen fuhren über den Berg zur Brandstelle, das Ausflugslokal brannte bereits lichterloh. Dann musste eine 900 Meter lange Schlauchleitung bis auf de Berg gelegt werden, ein Höhenunterschied von 70 Metern. Die Almhütte wurde durch das Feuer total zerstört.

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