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Karneval im Kreis Steinfurt

Mesum: Klein-Berlin ist fest in Narrenhand

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Statt große Reden zum 40. Geburtstag des Sitzungskarnevals zu schwingen, ging Urgestein Bernhard Pohler in die Bütt und blickte auf vier Jahrzehnte Karneval zurück. Er lobte die vielen eigenen Akteure des Mesumer Karnevals. „Aber hier gibt es auch immer ’was zum Nachdenken mit nach Hause“, sagte Pohler.

Mit Mickie Krauses Persiflage auf „Lauda tu si“ zog die große Garde ein. Nach neun Jahren stand diese Truppe zum letzten Mal auf der Bühne. Doch eine Lücke im Programm wird nicht entstehen: Die Jugendgarde wird im nächsten Jahr den Posten der großen Garde übernehmen, und auch die Nachwuchsgarde zeigte, dass mit ihr zur rechnen ist. Mit David Wienkamp und Judith Lange an der Spitze stellte die große Garde im zweiten Gardetanz ihre Klasse unter Beweis. Nachdem Judith Lange im vergangenen Jahr kurzfristig als Tanzmariechen einsprang, wurden am Freitag auch die schweren Figuren gezeigt. Für den Showtanz kam die große Garde noch einmal auf die Bühne und zeigte ihren Hexentanz. Die stimmige Schwarzlichtperformance ließ das Zelt komplett verstummen. Nach der Aufführung schlug der großen Garde der Beifall entgegen.

Ausrufer (Horst Strotmann) und Poalbürger (Alfons Deitermann) blickten auf das vergangene Jahr zurück. Ihnen zur Seite stand zum ersten Mal die Feldpogge (Franz-Josef Beike), die sich standesgemäß im Froschkostüm am Jahresrückblick beteiligte. „Die Prinzessin ist der Lichtblick der Bande, der Rest ist bestenfalls eine Schande“, kommentierte der Ausrufer den neuen Elferrat. Einen besonderen Tipp gab es für den Kaplan: „Führen sie doch Rauchermessen ein. Dann wird der Tempel auch wieder voll.“

Die „fette Henne“, die den Mesumer Kreisel ziert, bekam auch in diesem Jahr ihr Fett weg. Mit praktischen Lösungsvorschlägen suchten Poalbürger und Ausrufer nach Alternativen für die Meise.

Sitzungspräsident Christian Grothues präsentierte ein neues Gesicht in der Bütt. Zusammen mit Margret Brockmann kam Hanne Wefers als verwirrte Patientin auf die Bühne. Sie spielten eine Praxis-Szene und hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite. Anders Christian Schmees, der als „Bob, der Baumeister“ mit seinen Tiefschlägen die Narren nicht erreichen konnte.

Das Spaßtheater holte die Märchenfiguren in die Jobzentrale. Allein die Verkleidungen hätten gereicht, um das Zelt zum Toben zu bringen. Doch auch ihre Vorstellung war wieder einmal gelungen. Michael Sunder berichtete von seinem Schulleben und glänzte mit Selbstironie, während die Starparade mit ihrer Playback-Show den traditionellen Abschluss setzte.

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