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Schützenfeste im Kreis Borken

Michael Wessendorf ist Kaiser

Rainer Doetkoette

Gronau - Das Kaiserschießen im Buterland-Beckerhook dauerte am Samstag etwas länger als gedacht. Nicht, weil keine Anwärter vorhanden waren - nein, ganz im Gegenteil: Zwölf gestandene Schützen des Jubiläumsvereins trafen Schuss für Schuss das hölzerne Federvieh. Doch der Vogel wollte einfach nicht runter von der Stange. Aber dann war es endlich doch soweit: Mit dem immerhin 463. Schuss wurden um 17.20 Uhr die Reste aus luftiger Höhe geholt.

Michael Wessendorf reckte seine Arme gen Himmel und jubelte über diese einmalige Ehre. Unter dem Jubel der Schützenfamilie wurden er und seine Kaiserin Sabine Lepping ins Festzelt getragen. Noch eine Stunde vorher sangen die Kaiseraspiranten gemeinsam „Ich möcht so gern, einmal Kaiser sein“. Aber nur Michael Wessendorf konnte sich den Traum erfüllen.

Mit zu seinem kaiserlichen Thron gehören als Ehrendamen Meike Lösing und Maria Laakmann sowie als Ehrenherren Hermann Gleis und Albert Falkenberg. Kaiserlicher Oberhofmarschall ist Stefan Lepping und zum Mundschenk wurde Klaus Mrosowski ernannt. Das neue Jubiläumskaiserpaar aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Schützenvereins Buterland-Beckerhook war bereits im Jahr 1996/1997 Königspaar.

Schießmeister Theo Gründken kam doch mächtig ins Schwitzen. Mit so einer hohen Schusszahl hatte er wahrlich nicht gerechnet. Seine Helfer mussten mehrmals entschwinden und neue Munition besorgen. „Es war ein klasse und besonders fairer Kampf gewesen“, so sein Urteil über das Kaiserschießen. Und diese Einschätzung teilte die unüberschaubare Menge von Menschen unter der Vogelstange im Buterland. Denn die zwölf Anwärter schossen immer in gleicher Reihenfolge und jeder Schuss saß. Zu den kaiserlichen Anwärtern gehörten neben dem jetzigen Kaiser: Bernd Borgert, Georg Doetkotte, Gerhard Duesmann, Andreas Lösing, Bernhard Schmeing, Martin Terhaar, Hermann Thebelt, Alois Verst, Berthold Vöcking, Bernd Wermert und Thomas Wolter.

Zumindest innerlich flossen bestimmt einige Tränen bei den Schützen. So machte Gerhard Duesmann den drittletzten Schuss. Und man sah ihm an, dass er wusste, bei diesem Schießen kommt er nicht wieder zum Zuge. Doch nach Ende des Schießens nahm Duesmann den neuen Kaiser Michael Wessendorf in den Arm und beglückwünschte ihn zu seinem Erfolg.

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