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Filmrezensionen

„Min Dit - Die Kinder von Diyarbakir“

Hans Gerhold

Zwei kurdische Kinder mitten im grausamen Alltag sind die kleinen Helden des Dramas „Min Dit - Die Kinder von Diyarbakir“ , mit dem Miraz Bezar seine Abschlussarbeit als Regisseur an der Filmhochschule Berlin vorlegte.

Die zehnjährige Gulistan und ihr kleiner Bruder Firat müssen auf dem Rückweg von einer Hochzeit mit ansehen, wie ihre Eltern von türkischen Paramilitärs erschossen werden. Aufgenommen von der Tante, die eine Flucht nach Schweden organisieren will, sind die Kinder auf sich allein angewiesen, als sie plötzlich verschwindet.

Da die älteren Geschwister Strom und Wohnung nicht mehr bezahlen können, landen Gulistan und Firat auf der Straße im kriminellen Milieu. Das Mädchen trifft den Mörder der Eltern und rächt sich auf ungewöhnliche Weise.

Das klingt nach moralischem Kino, ist dank der Laiendarsteller und der subjektiven Sicht der Kinder mehr, auch durch die Ambivalenz einiger Figuren.

Neben der eindrucksvollen Story von Leben und Überleben ist bemerkenswert, dass der Film als erster kurdischer Film auf das türkische Filmfestival von Antalya eingeladen wurde und den Spezialpreis erhielt.

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