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USC Münster

Minimale Besetzung - maximale Leistung

Julia S. Forsthövel

Münster - „Ich bin heute sehr stolz!“ so das Fazit des strahlenden USC II-Trainers Peter Pourie. Die zweite Mannschaft siegte am Samstag mit dem 3:0 (25:18, 25:13, 25:12) gegen den Tabellenneunten Langenhagen in der Halle am Berg Fidel. Und das, obwohl die Münsteranerinnen mit Bauchschmerzen nach einer „Horrorwoche“, ins Spiel gegangen waren. Mit sechs gesunden Spielerinnen musste der USC II auskommen - alle anderen fielen krankheitsbedingt aus. Melanie Czubernat aus der dritten Mannschaft erfuhr erst am Morgen vor dem Spiel von ihrem Einsatz als Ersatz-Libera für Lea Adolf, die sich unglücklicherweise noch einen Tag vor dem Spiel verletzt hatte. Entsprechend nervös und ungeordnet wirkte das Spiel der Münsteranerinnen in den ersten Minuten. Immer wieder ließen die Volleyballerinnen ihren Gegnerinnen Lücken, durch die diese zu Punkten kamen. Bis zur 12. Minute entstand so ein Kopf-an-Kopf-Rennen; danach rissen sich die Gastgeberinnen zusammen und zogen mit fünf Punkten zum 18:13 davon. Das gegnerische Team machte zu viele Fehler und konnte dem USC nicht mehr ernsthaft gefährlich werden.

In den folgenden zwei Sätzen blitzte das Potential der Jung-Talente aus Münster auf: die Außenangreiferinnen Kim Behrens, Anna Hoya und Teresa Mersmann tricksten die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal mit präzisen und raffinierten Schlägen über den Block hinweg aus. Nach gut zehn Minuten punkteten die schnellen USC-Mädels mit einer guten Aufschlagserie und ließen die Gäste weit hinter sich. Am Ende des zweiten Abschnitts hatte die Reserve ihr Selbstbewusstsein voll und ganz wieder und beendete den Satz mit 25:13 Punkten.

Mit derselben Einstellung ging es weiter: im dritten Satz machten die Gäste zu viele Aufschlagfehler und kamen im Angriff oft nicht gegen den gut funktionierenden und neu aufgestellten Mittelblock aus Maike Schwabe und Marlene Möller an. „Wir haben sie sehr unter Druck gesetzt, dadurch entstanden die Probleme in der Annahme“, so Pourie.

Mit dem Schlusspfiff dann der verdiente Jubel: Trotz schlechter Voraussetzungen hatte der USC den SC Langenhagen in nur 67 Minuten geschlagen. „Das war ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung. Vor ein paar Wochen hätten wir so ein Spiel nicht so leicht gewonnen“, fügt Entwicklungshelfer Peter Pourie noch hinzu, der sicherlich zu manch guter Leistung beigetragen hat. Abzuwarten bleibt, ob die kranken Spielerinnen noch vor der Winterpause einsetzbar sind - bei Libera Lea Adolph stehen die Chancen gut.

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