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Voigtsberger besucht Textilunternehmen

Minister bei Setex in Dingden: Textilbranche sieht optimistisch ins neue Jahr

wn

Dingden - Trotz aller Probleme - die Textilindustrie blickt doch ganz zuversichtlich ins Jahr 2012. Klaus Huneke, Beiratsvorsitzender von Zitex, zeigte sich da gestern beim Branchengespräch, zu dem die Zukunftsinitiative Textil nach Dingden eingeladen hatte, recht optimistisch. Schon 2011 habe in NRW ein Umsatzwachstum von sieben Prozent gebracht.

Gastgeber und Setex-Geschäftsführer Konrad Schröer, der ohnehin lieber positiv nach vorne schaut, pflichtete ihm bei: „2012 wird auch ganz gut.“ Und Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger sah die Chancen der deutschen Textilindustrie: Geiz ist geil war gestern, heute sei Qualität und Nachhaltigkeit gefragt.

Gleichwohl steht die Branche vor Herausforderungen, die auch politischen Beistands bedürfen. Die Förderung des Mittelstandes gehört dazu. Kleine Unternehmen bekommen eine Förderung durch die Europäische Union, die „Mittelklasse“ aber ist auf sich gestellt. Wer zwischen 250 und 1000 Mitarbeiter hat, muss gegen die Branchenriesen kämpfen. Hier fordert die Branche neue Fördermöglichkeiten.

Hohe Energiekosten

Auch das Gesetz zu den Erneuerbaren Energien (EEG) kostet die Betriebe viel Geld. Setex zahle zum Beispiel einen EEG-Zuschlag von 300 bis 400000 Euro im Jahr. Noch dazu sei die Entwicklung der Zuschläge nicht vorhersehbar, argumentierte auch Huneke. „Da ist kein Deckel drauf, man weiß nicht, wohin es geht.“ 2011 stieg diese Umlage zum Beispiel von 2 auf 3,56 Cent je Kilowattstunde.

Allerdings gibt es auch Länder mit viel niedrigeren Energiekosten, zum Beispiel Frankreich, erklärte Schröer. Und dort schwächelt die Textilbranche enorm. „Wir stehen ganz gut da“, schlussfolgerte er.

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