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Karneval in Münster

Mit Axel Fischer ging die Post ab

Andreas Hasenkamp

Münster-Wolbeck - Reichlich Bewegung gab es bei der samstäglichen Gala der KG ZiBoMo. Geschunkelt wurde ab dem ersten Ton schon vor der Begrüßung, die erste Polonaise löste Sänger „Nikolas“ aus, für weitere sorgte der „Robbie Williams des Party-Schlagers“, Axel Fischer. Und das war nur die Bewegung im Publikum: Römer und Hexen, die drei Musketiere, Krankenschwestern, Scheichs und venezianische Damen, ein ziemlich echter Kardinal, Matrosen, ein Dandy mit Zylinder, eine orangene Gesandtschaft der Stadtwerke aus dem Berdel.

Gern drängt man sich beim Auftreten der Wolbecker Stars, von den Tanzgruppen zum Männerballett bis zur rockenden kfd ganz, ganz vorn am Treppchen vor der Bühne. Doch bei Axel Fischer gab es endgültig kein Halten mehr: Bei „Amsterdam“ und „Griechischer Wein 2011“ gab der blonde, lockere Entertainer alles - inclusive Zugaben und Autogrammen. Das Publikum drängte nach vorne und mehrfach auch auf die Bühne. Auch viele Männer waren begeistert.

Gäste auch aus der Ferne gab es reichlich: so ein alle Jahre treu anreisendes Ehepaar aus Leipzig und Freunde des Hippenmajors-Kegelclubs aus Salzburg. Die hatten eine blonde Stimmungs-Nudel mit wallendem, blonden Haar und reichlich hohen Absätzen im Schlepptau, die mit Liedern von Andrea Berg und der auch in Wolbeck, besonders bei der Nikolai-Bruderschaft beliebten Helene Fischer für Stimmung und Lachen sorgte. Stühle und Tische hielten auch das aus.

Wolbeck darf sich wieder Heimat der Ziegen nennen: Ernst-Albrecht von Renesse, Nachfahre des „Ziegenbarons“ Alfred von Renesse, war mit Familienanhang da. Der legendäre Ziegenbaron war Vorsitzender des Vereins zur Hebung der Ziegenzucht. Ernst-Albrecht von Renesse stellte klar, Wolbeck und nicht Meck-Mecklenbeck ist der Ort der Ziegenzucht und darf künftig den Ehrendoktor-Titel der Ziegenzucht verleihen.

Folgerichtig traten auch Münsters Tollitäten geschlossen an, von Robert I. bis zum Jugendprinzenpaar: Für das Stadtjugendprinzenpaar tanzte Tanzmariechen Alina Hinkelmann. Die ließ sich selbst vom Verlust eines Schuhs nicht im mindesten stören.

Einen Front-Spoiler für ihren Rollator wolle sie häkeln, betextete die fitte Rentnerin Änne aus Dröpplingsen die Gäste, und sorgte mit derbem Humor für manchen Lacher: Die Kölner seien so gut drauf, weil sie darauf vertrauen, als Kamelle wiedergeboren zu werden, so die Sauerländerin.

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