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Mit dem Riegel Lengerich eingesperrt

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Ibbenbüren. Klare Worte fand Dietmar Schallenberg, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Preußen Lengerich nach der 1:3 (0:3)-Niederlage gegen die ISV am Sonntagnachmittag. Im Zentrum seiner Kritik stand dabei vor allem die erste Spielhälfte, in der die ersatzgeschwächten Lengericher nicht viel mehr als ein Sparringspartner für die ISV waren. „Das war desolat, die schlechteste Halbzeit, seit ich in Lengerich bin“, machte Schallenberg aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Allerdings taten die Gastgeber auch etwas daran. Die ISV folgte nämlich konsequent der Marschroute ihres Trainers. Um die Mittellinie herum wurde ein sehr kompakter und beweglicher Riegel gebildet, der die Gäste meist in deren Hälfte, zumindest aber im Mittelfeld einsperrte. So wurde Druck auf die sich im Spielaufbau befindenden Preußen ausgeübt, sie wurden zu Fehlern genötigt, was der ISV wiederum alle Möglichkeiten für Konter ließ.

Nach diesem Schema fielen im ersten Durchgang auch alle drei Treffer für die Gastgeber. In der 9. Minute wurde Simon Schrameyer von Halbrechts mit einem Diagonalpass mustergültig bedient und schob das Leder an Preußen-Keeper Dennis Wißgitt vorbei in die Maschen.

In der 30. Minute war es Sebastian Wellmeyer, der sich im Mittelfeld das Leder schnappte, auf der rechten Seite unwiderstehlich auf und davon zog, zwei Lengericher Verteidiger ausspielte und präzise in die Mitte flankte. Dort stand wieder einmal Simon Schrameyer, der Wißgott wieder keine Chance ließ – 2:0. In der 45. Minute durfte Stefan Drieschner einnetzen. Er bedurfte dabei aber keiner Hilfe und erledigte Vorarbeit und Abschluss bei seinem Sololauf selbst – 3:0. Und damit waren die Preußen noch sehr gut bedient, denn Till Wienke mit einem Lattentreffer und Daniel Lürwer mit einem strammen Schuss – jeweils nach Sololäufen über das halbe Feld – hätten das Ergebnis auf 5:0 schrauben können.

Die zweite Halbzeit eröffneten die Gastgeber mit drei Großchancen. Das 1:3 der Preußen, bei denen Dietmar Schallenberg den akut rotgefährdeten Sergej Leonhard in der Kabine ließ, durch Pascal Heemann, kam aus dem Nichts. Die ISV brachte dieser Gegentreffer kurzfristig aus dem Konzept. Wirklich in Gefahr geriet die Mannschaft von Trainer Bruno Graw aber nicht mehr. Im Gegenteil: In der Schlussminute traf der eingewechselte Adrian Vrankaj noch einmal die Latte – ein 1:6, darüber hätten sich die Preußen noch nicht einmal beschweren können.

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