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Mit fremder Hilfe

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-uni- Münster. Der Wille versetzt Berge. Manchmal. Beim 2:2 (1:2)-Remis des 1. FC Gievenbeck bei der SG Herten-Langenbochum war es so. Der Kopf bescherte den Gästen ein verdientes Unentschieden, als die Beine nicht zum Erfolg führten. Dass sich der FCG bis zur 91. Minute gedulden musste, störte am Ende ebenso wenig wie die Art und Weise, wie der Endstand zustande kam.

„Sicher, es war ein Eigentor. Aber ein erzwungenes, das der Lohn der Entschlossenheit war. Deshalb verdient meine Mannschaft einfach nur ein dickes Lob“, war Maik Weßels zufrieden. Als Niklas Bonnekessel einen Freistoß – quasi der letzte Versuch – vor das SG-Tor brachte und Könemann und Weitz die Abwehrspieler bedrängten, konnte ein Langenbochumer den Ball nur noch ins eigene Tor bugsieren.

„Heute haben wir uns ordentlich verkauft, nach dem 1:4 von Mesum eine Reaktion gezeigt“, sparte auch Roland Böckmann, der Sportliche Leiter des FCG, nicht mit Lob. Das hatte sich zuvor schon Julian Langner verdient, der früh (15.) für den Führungstreffer sorgte. Volley und aus 16 Metern fabrizierte er ein Traumtor. Und das mit halber Kraft. Schon zu diesem Zeitpunkt plagte ihn nämlich eine Oberschenkelverletzung, die zu seiner Auswechslung führte. Gegentreffer in den Minuten 32. und 41. führten aber auch zum Rückstand.

Doch die Gäste meldeten sich zum zweiten Durchgang zurück. „Es hat mich beeindruckt, wie die Jungs nach der schlechten Phase vor der Pause zurückgefunden haben“, sah Weßels sein Team auch unbeeindruckt von der knüppelharten Asche, der abgezockten Spielweise der routinierten SG-Akteure sowie den markigen Sprüchen am Rand. „Mit dieser Vorstellung haben wir auch etwas gegen unser Weich-Ei-Image getan“, ergänzte Weßels.

Gievenbeck: Marburger – Baumgart, Steinkamp (75. Vartmann), Habben, Pieroth (80. Lampskemper) – Langner (Weitz), Bonnekessel, Pohlmann, Leifeld, Könemann – Leifken.

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